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Notrufe landen nun in Stadthagen

Ortsratssitzung in Cammer Notrufe landen nun in Stadthagen

In der in Cammer seit Jahren diskutierten rettungsdienstlichen Versorgung wird es in absehbarer Zeit eine gravierende Veränderung geben. Wie Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner im Ortsrat darlegte, wird bei der Wahl der Notrufnummer 112 künftig nicht mehr die Rettungsleitstelle in Minden, sondern deren Pendant in Stadthagen am anderen Ende der Leitung sein.

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Cammer. Bislang sind Cammeruner Notrufe wegen der Vorwahlnummergleichheit mit Minden (0571) in der Weserstadt entgegengenommen worden. Da Cammer politisch aber zum Landkreis Schaumburg gehört, ist dieser Träger des Rettungsdienstes und hat dem Rettungsdienstgesetz gemäß einen diesbezüglichen Sicherstellungsauftrag. Die Umstellung erfolgt in Einklang mit den Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Das Gesetz legt in der Verordnung über Notrufverbindungen fest, dass diese zu der örtlich zuständigen Notrufabfragestelle hergestellt werden sollen.

 Die Notrufsituation war zuletzt in einem (letztendlich glücklich ausgegangenen) Fall erörtert worden, in dem eine Person angeblich mehr als eine halbe Stunde lang auf die einen Rettungswagen gewartet haben soll. Was der Landkreis in einer von Terner verlesenen Dokumentation ausführlich zurückwies. Demnach ist der Rettungswagen elf Minuten nach Alarmierung an der Einsatzstelle gewesen und der Patient 44 Minuten nach der Einsatzeröffnung im Krankenhaus übergeben worden.

 Die sogenannte Hilfsfrist, die im Amtsdeutsch „die Zeitdauer zwischen Dispositionsentscheidung und Eintreffen des ersten Hilfsmittels an der Einsatzstelle“ definiert, beträgt in Niedersachsen 15 Minuten. Der Zeitverlust durch die Übergabe der einsatzrelevanten Daten zwischen den Rettungsleitstellen Minden und Schaumburg sei geringer als häufig angenommen, da in beiden Einrichtungen ausgebildete und erfahrene Disponenten tätig seien. Gleichwie habe der Gesetzgeber reagiert und das TKG dahingehend angepasst, dass Notrufverbindungen zu der örtlich zuständigen Notrufabfragestelle hergestellt werden sollen.

 Terner mochte nicht ausschließen, dass zukünftig die eigentliche Rettung dennoch von der Mindener Leitstelle aus erfolgt. „Falls die Station in Bückeburg ausgelastet ist und Minden über freie Kapazitäten verfügt, kann das durchaus der Fall sein“, erklärte der Ortsbürgermeister. Dann liefe der Einsatz gewissermaßen andersherum – von Stadthagen nach Minden. bus

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