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Ortsrat Rusbend besichtigt Kläranlage

Den Abwässern auf der Spur Ortsrat Rusbend besichtigt Kläranlage

Eine Besichtigung der Kläranlage des Abwasserverbandes „Gehle-Holpe“ in Volksdorf hat im Mittelpunkt des vom Rusbender Ortsrat organisierten Schnatausfluges gestanden.

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In Volksdorf erläutert Hans-Heinrich Redeker den Besuchern die Funktionsweise der Kläranlage des Abwasserverbandes Gehle-Holpe.

Quelle: bus

Rusbend. Während der per Fahrrad absolvierten Tour legten die rund zwei Dutzend Teilnehmer insgesamt knapp 20 Kilometer zurück. „Die Fahrt nach Volksdorf hat sich in jedem Fall gelohnt“, meinte Ortsbürgermeister Andreas Struckmann. „Jetzt wissen wir ganz genau, was mit unseren Abwässern passiert.“

Der 1973 durch den Zusammenschluss der Vorgängerverbände „Gehle“ (gegründet 1963) und „Holpe“ (gegründet 1965) entstandene Verband umfasst ein Entwässerungsgebiet von mehr als 100 Quadratkilometer. „Im Bückeburger Norden sind wir für die Ortsteile Rusbend und Meinser Kämpen sowie für große Teile des Schaumburger Waldes zuständig“, erläuterte Geschäftsführer Hans-Heinrich Redeker.

Das heutige Erscheinungsbild der Kläranlage ist durch drei wesentliche Bauabschnitte geprägt. Im Anschluss an den Ausbau des ersten Abschnittes (1965 bis 1968) konnte das Abwasser von 12000 Einwohnern gereinigt werden. Nach der Fusion musste die Anlagenkapazität in einem zweiten Bauabschnitt (1984 bis 1988) auf 22000 Einwohner erweitert werden.

Mit dem dritten Bauabschnitt (1993 bis 1995) ging die Einrichtung der weitergehenden Abwasserreinigung – der Nährstoffelimination – und eine Kapazitätserhöhung auf 26000 Einwohner einher. Die Reinigungsleistung der Kläranlage beträgt heute rund 98 Prozent. „Damit werden die amtlichen Einleitungswerte nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten“, betonte Redeker, der als Hauptaufgaben von „Gehle-Holpe“ Abwasserreinigung, Klärschlammverwertung, Grundstücksentwässerung und Kanalnetzbetrieb (200 Kilometer Freigefällekanal, 30 Kilometer Druckrohrkanal, 48 Abwasserpumpstationen) anführte.

Um den gestiegenen Anforderungen an die Analytik und dem Kläranlagenbetrieb gerecht zu werden, entstanden in den Jahren 2012 und 2013 mehrere Werkstätten und ein neues Labor. Zudem wurde im Bereich der Verwaltung investiert. „Durch die neue Strukturierung der Büroräume und des Labors im Betriebs- und Verwaltungsgebäude ist nun ein effizientes und zeitnahes Arbeiten zwischen Anlagenbetrieb und Verwaltung möglich“, legte der Geschäftsführer dar.

Zurück in Rusbend stand die Inaugenscheinnahme der Bereiche Storchenwiese, Hafen, Grillplatz Kirchweg und Spielplatz Florianstraße auf dem Programm der Schnatradler. An der Wiese erklärte Struckmann, dass die dort beabsichtigte Bodenverfüllung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolge. Die Untere Naturschutzbehörde habe ihm bestätigt, dass das Gelände weder Landschaftsschutz-, noch Naturschutz- noch Hochwassergebiet sei.

Am Hafen fand die neu installierte Beleuchtung den Beifall der Ortsbesichtiger. „Auf die haben wir allerdings wohl 15 Jahre gewartet“, merkte ein Teilnehmer an. Am Grillplatz und am Kinderspielplatz riefen die von der Dorfverschönerung in den zurückliegenden Monaten absolvierten Herrichtungsarbeiten positive Äußerungen der Pedaleure hervor. bus

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