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Bückeburg Ortsteile Positives von „unseren Flüchtlingen“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Positives von „unseren Flüchtlingen“
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00:20 07.01.2015
Das Gotteshaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gilt als weithin sichtbares Wahrzeichen von Meinsen-Warber. Quelle: bus
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Meinsen-Warber

Mithilfe des Unterstützerkreises sei deren Betreuung sehr gut gelaufen, wie der 51-Jährige darlegt. Die positive Entwicklung sei nicht zuletzt durch die offene Herangehensweise an die Thematik beeinflusst worden, ruft Wilharm-Lohmann in Erinnerung. Eine im Vorfeld der Ankunft der ersten Asylsuchenden organisierte Diskussionsveranstaltung wurde von vielen Einwohnern besucht. Im Anschluss daran hätten etliche Mitbürger vorbildliches Engagement an den Tag gelegt. Jetzt würden in den Räumlichkeiten der Kirchengemeinde sogar regelmäßig sowohl ein Sprachkurs als auch ein Mittagstisch angeboten. „Mittlerweile sind die ersten Familien weitervermittelt worden und neue haben Einzug gehalten“, freut sich der Bürgermeister von Meinsen-Warber.
Des Weiteren stellt Wilharm-Lohmann den Plattdeutschen Tag, die Würdigung von Major Donalies und die per Fahrrad unternommene Ortsbesichtigung heraus.  Der federführend von der Arbeitsgemeinschaft „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft in Zusammenarbeit mit der Gruppe „De Twasloepers“ und der Kirchengemeinde auf die Beine gestellte Tag führte jede Menge mit der niederdeutschen Sprache verbundene Aktionen vor Augen und Ohren. „Der Tag war nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern mit mehr als 300 Besuchern auch recht gut besucht“, erläutert der Ortsbürgermeister.
Die von der Reservistenkameradschaft Meinsen-Warber-Rusbend auf dem Hof Kelle in Szene gesetzte Würdigung des Majors Georg Donalies rief einen Mann in Erinnerung, der im August 1914 als Kommandeur des in Bückeburg stationierten „Westfälischen Jägerbataillons 7“ bei den Kämpfen um Lüttich ums Leben kam. Höhepunkt der Zusammenkunft war eine Ansprache von Urenkel Klaus Donalies, die den Werdegang des 1868 in Ostpreußen geborenen Offiziers schilderte. Besichtigungstour nahmen die Teilnehmer unter anderem die Stationen Fasanenhof, Spielplatz „Zwischen den Wegen“, Achumer Feld, Familie Lange/Apking in Echtorf und Familie Bengs in Warber in Augenschein. „Eine ganz tolle Sache mit ganz tollen Zielen, da hat alles gepasst“, schwärmt Wilharm-Lohmann.
Für 2015 kommt den Einschätzungen des Ortsbürgermeisters gemäß dem Neubaugebiet „Hohe Lücht“ eine besondere Rolle zu. Dem Vorhaben ist in der Dezembersitzung des Stadtrates grünes Licht erteilt worden. Der Satzungsbeschluss sieht südlich der Straße „Hohe Lücht“ die Ausweisung von acht Einfamilienhausgrundstücken vor. Die Gebäude sollen sich harmonisch in die Dorfrandlage einfügen und einen weichen Übergang von der offenen Landschaft zur bebauten Ortschaft vermitteln. Von Wilharm-Lohmanns ebenfalls befürworteten Baumaßnahmen sind die letzten Entscheidungen noch nicht getroffen worden. „Wir wollen im Frühjahr eine Nisthilfe für Störche errichten“, verrät der Ortsbürgermeister, „sind uns aber über deren Standort noch nicht vollends einig.

Von Herbert Busch

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