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Rekordverdächtiger Erntefestumzug

Cammer / Veranstaltung Rekordverdächtiger Erntefestumzug

37 schmuck herausgeputzte Traktorgespanne haben am Sonntag das Cammeruner Ortsbild geprägt. „Der große Festumzug unseres Erntefestes war fraglos einer der wesentlichen Höhepunkte im Jahreskalender Cammers“, meinte Hans-Georg Terner.

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Die Kindertrachtengruppe begeistert mit Tänzen wie „Heufahrer“ und „Seben Ellen Bottermelk“.

Quelle: bus

Cammer. Der Ortsbürgermeister erlebte das jetzt zum 67. Mal von der örtlichen Dorfjugend auf die Beine gestellte Brauchtumsfest in einer Doppelrolle. Terner hatte gemeinsam mit Ehefrau Anita zugleich die Aufgaben des Erntebauernpaares übernommen. „So eine Veranstaltung läuft, weil sie die Jugend gestaltet und diese sich viel Arbeit macht“, erklärte Terner. „Und wer so viel Arbeit investiert, der hat es auch verdient, dass man so einen Erfolg einfährt wie heute.“

 Bürgermeister Reiner Brombach stellte seine Begeisterung über die große Zahl der teilnehmenden Fahrzeuge und Gruppen heraus. „Ich freue mich, dass diese Tradition hier lebt und dass es Ihnen gelungen ist, mit fast 40 Erntewagen ein Fest zu veranstalten, das seinesgleichen sucht“, hielt das Stadtoberhaupt fest. Er habe den Eindruck, „das kann nicht nur Cammer sein, das ist ganz Ostwestfalen und ganz Bückeburg“. Zudem freue er sich, „dass Cammer zu den Ortschaften gehört, in denen zum Wohle der Menschen geerntet wird und nicht, um die Ernte in Sprit zu verwandeln“.

 Pastor Andreas Wömpner hob die christliche Bedeutung der Erntefeiern hervor. „Der Erntedank macht bewusst, dass der Mensch nicht der Hervorbringer der Welt ist. Sie ist uns von Gott anvertraut, und mit ihr hat Gott uns Verantwortung übertragen“, betonte der Kirchenvertreter. Der Mensch solle die Dinge also nicht ohne Rücksicht auf Verluste nach dem Motto „Was kostet die Welt?“ genießen. „Zu der Verantwortung gehört auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur in der Weise, dass sich auch die nachfolgenden Generationen weiter über Gottes Schöpfung freuen können und die Ernte auch weiterhin Nahrung hervorbringt.“

 Zum Gelingen des Festes trugen außer etlichen in Cammer und dem benachbarten Päpinghausen beheimateten Gruppen und Vereinigungen Delegationen aus Raderhorst, Röcke, Nammen, Scheie, Frille, Evesen, Gelldorf und Heeßen sowie die Fürstenkinder, die Landjugend Rechtes Weserufer und die Schaumburger Auslese bei.

 Überdies sorgten die Musiker der Schaumburger Trachtenkapelle dafür, dass die Trachtenträger während der über die Stationen Erntebauernpaar (Friller Straße), Hof Prange (Dankerser Straße), Schuhhaus Niemann (Friller Straße) und Hof Wehrmann (Cammerscher Brink) zurück zum Festzelt führenden Rundreise kräftig das Tanzbein schwingen konnten.

 Die älteren, jungen und –vor allen Dingen – die ganz jungen Tänzer der Kindertrachtengruppe erhielten Applaus unter anderem für Aufführungen der Schrittfolgen „Maike“ und „Heufahrer“ (Erntebauernpaar), „Bauerntanz“ und „Windmühlenflügel“ (Prange), „Freischütz“ und „Schlunz“ (Niemann), „Pollhäger“ und „Settetanz“ (Wehrmann) sowie „Marschiertanz“ und „Seben Ellen Bottermelk“ (Festplatz). Darüber hinaus fand die von Katharina Büsing und Jaan Barthold in launigen Worten vorgetragene Ernterede kräftigen Beifall.

 Die Festfolge hatte ihren Auftakt bereits am Freitag mit einem von den Kindern gestalteten Laternen- und Fackelumzug genommen. Anschließend stand ein gemeinsames Essen auf dem Zelt auf dem Programm, danach legte Discjockey Kay aus Hamburg für die Kinderdisco auf. Am Sonnabend folgte mit der Aufführung mehrerer Trachtentänze unter der Erntekrone die offizielle Eröffnung des dreitägigen Vergnügens. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Liveband „Sunrise“ und DJ Tak.

 Terner berichtete, dass rund 50 Teilnehmer des sonnabendlichen Tanzabends mit relativ wenig Schlaf auskommen mussten. „Wir haben bei uns bis 4 Uhr morgens gefeiert und dabei aus 120 Eiern gefertigtes Rührei verputzt“, ließ der Erntebauer unsere Zeitung wissen. bus

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