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Rekordverdächtiger Festumzug

Cammer Rekordverdächtiger Festumzug

Ein rekordverdächtiger Umzug war Höhepunkt des Cammeruner Erntefestes. Nach Angaben von Hans-Georg Terner beteiligten sich 41 flott hergerichtete Traktorgespanne an der mehrstündigen Ausfahrt.

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Der kaum überschaubare große Festumzug passiert die Straße „Holzkamp“.

Cammer. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass schon einmal so viele Erntefahrzeuge auf einmal in unserem Dorf unterwegs waren“, erklärte der Ortsbürgermeister.

„Unserer Dorfjugend gebührt wirklich ein besonderes Lob; sie hat es wieder einmal verstanden, ein richtig tolles Fest auszurichten“, betonte Terner. „Ich bedanke mich aufrichtig.“ Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach war ebenfalls voll des Lobes. „Es ist am Ende der Erntefestsaison hier in Cammer wirklich der Höhepunkt“, sagte das Stadtoberhaupt. „Einen herzlichen Dank den Ausrichtern und denen, die die Tradition dieser Feste aufrecht erhalten. Rat und Verwaltung der Stadt sind stolz auf Euch.“

Pastor Gerd Peter forderte „Applaus für die Dorfjugend“ ein, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass Ländergrenzen übergreifend die Saison der Brauchtumsfeiern noch nicht beendet sei und das Erntefest in Päpinghausen noch folge. „Ich bin sicher, dass auch das ein voller Erfolg werden wird“, merkte der Geistliche an. Zudem rief Peter in Erinnerung, dass auch der in der Friller Kirche gefeierte Erntedankgottesdienst noch ausstehe. „Ich freue mich schon darauf, wenn die vier Erntekronen unserer vier Kirchengemeinden in das Gotteshaus hineingetragen werden.“

Außer vielen in Cammer und Päpinghausen beheimateten Gemeinschaften beteiligten sich Gruppen und Vereinigungen aus Scheie, Rusbend, Meinsen-Warber, Achum, Aminghausen, Evesen, Vehlen, Gelldorf, Nammen, Bückeburg-Kornmasch, Röcke, Petzen und Frille sowie der Schaumburger Ernteexpress, die Landjugend Rechtes Weserufer und die Schaumburger Auslese an der musikalisch von der bestens aufgelegten Schaumburger Trachtenkapelle begleiteten Rundfahrt.

Die von zahlreichen Schaulustigen verfolgte Tour führte die Trachtenträger zunächst zum Haus des Erntebauernpaares Günter und Brigitte Kellermeier (Auf dem Brinke), wo die Abholung der eine Woche zuvor am Dorfgemeinschaftshaus gebundenen Erntekrone auf dem Programm stand. Weitere Tanzstopps waren der Hof Prange (Dankerser Straße), das Schuhhaus Niemann (Friller Straße) und der Hof Wehrmann (Am Tonloch).

Der ursprünglich als Freiluftveranstaltung geplante Abschluss ging in der früheren Diskothek „Cammer 26“ über die Bühne. Die Verlegung war nötig geworden, weil die Festgesellschaft während der letzten Etappe von kräftigen Regenschauern überrascht wurde. „Ich bin überwältigt von der Flexibilität der Cammeruner, die das Geschehen innerhalb von nur fünf Minuten von außen nach innen verlagert haben“, gab Bürgermeister Brombach zu verstehen.

Im Anschluss an das Aufziehen der Erntekrone gaben die Tänzer mit „Maike“, „Beckedorfer“, „Freischütz“ und den von der Kindertrachtengruppe aufgeführten „Seben Ellen Bottermelk“ weitere Kostproben ihres Könnens. „Wenn ich sehe, wie die Jüngsten hier tanzen, ist mir um die Zukunft der Erntefesttradition überhaupt nicht bange“, so Brombach. Das Ernterednerpaar Marlene Heuer und Jaan Barthold ließ die örtlichen Ereignisse in launische Verse verpackt Revue passieren.

In dem ehemaligen Szene-Treffpunkt hatte die dreitägige Feierfolge am Freitag mit einer Kinderdisco auch ihren Anfang genommen. Am Sonnabend erlebte „Cammer 26“ mit zwei unter der Erntekrone getanzten Achttourigen die offizielle Eröffnung des jetzt 69. Festes und ein allseits positiv bewertetes Gastspiel der jungen Liveband „Wannabeatz“. Am Sonntagmorgen tischte die Dorfjugend erstmals ein „Mollenfrühstück“ auf. „Das von den Sülter Musikanten umrahmte Frühstück war mit rund 150 Gästen recht gut besucht“, erzählte Terner am Abend, als Discjockey „Ully vom Gully“ zum abschließenden „Danz op de Deel“ bat. bus

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