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Renate Barkhausen verabschiedet sich

Kindergarten Petzen Renate Barkhausen verabschiedet sich

Im Kreis von Kindern, Eltern und Kolleginnen hat Renate Barkhausen Abschied vom Kindergarten Petzen genommen. Die von vielen Weggefährten als „Urgestein“ bezeichnete Erzieherin war seit fast 40 Jahren als Leiterin in der von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe getragenen Einrichtung beschäftigt.

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Die Mädchen und Jungen des Kindergartens bereiten Renate Barkhausen einen tollen Abschied: Zum Abschied freut sich die bisherige Kita-Chefin außer über Blumen, Lieder und Gedichte über rote Erinnerungsherzen.

Quelle: bus

Petzen/Evesen. „Genau betrachtet fehlen mir vier Monate“, gab Barkhausen während der Abschiedsfeier zu verstehen. „Dafür, dass du allzeit bereit warst, gehört dir unsere Dankbarkeit“, ließ die Festgesellschaft die gebürtige Düsseldorferin in einem Gedicht wissen.
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt begann auch Barkhausens beruflicher Werdegang. Der Ausbildung bei „strengen Diakonissinnen“ folgten vor dem Engagement in Petzen kurze Zwischenstationen in Hausberge und in Bückeburgs städtischem Kindergarten.
In der Gemeinde St. Cosmas und St. Damian erlebte die künftige Ruheständlerin zwölf Kolleginnen, viele Praktikanten und Vertretungskräfte sowie drei Pastoren. „Und alles in allem 858 Kinder sowie deren Eltern und Großeltern durfte ich auf einem Stück ihres Lebensweges begleiten“, resümierte Barkhausen. Etliche Ex-Schützlinge sind mittlerweile selbst Eltern von Kindern, die die Kita besuchen.
„In all den Jahren hat sich im Kindergarten enorm viel getan“, rief die Erzieherin in Erinnerung. Während der siebziger Jahre stand den Betreuerinnen nur ein einziger Gruppenraum für 39 Mädchen und Jungen zur Verfügung. Im Anschluss an den 1986 erfolgten Umbau konnte das Gebäude zwei Gruppen mit jeweils 25 Kindern aufnehmen. Hinzu kamen Veränderungen in der pädagogischen Arbeit.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit sei von „Aufbewahrung“ der Kinder die Rede gewesen, bei der „Tanten“ mit den Zöglingen lediglich „gespielt“ hätten. Nach und nach habe sich dann eine Entwicklung zu familienergänzenden und didaktisch anspruchsvollen Aufgaben vollzogen. Heute verfüge der Kindergarten über einen Bildungsauftrag. „Daher haben wir ein pädagogisches Konzept erstellt, um die Qualität der Arbeit sicherzustellen“, führte Barkhausen aus. Überdies passte sich die Einrichtung, etwa bei den Öffnungszeiten, dem gesellschaftlichen Wandel an.
Besonders gern denkt die Erzieherin an viele Elternaktionen, Projekte, Feste, Andachten und Ausflüge zurück. Des Weiteren kommt den Feierlichkeiten anlässlich des 50- beziehungsweise 60-jährigen Bestehens des Kindergartens in ihrer Erinnerung ein außergewöhnlicher Stellenwert zu. Vorausschauend erwähnte sie ihre Hobbys Posaunenchor, Kantorei und Politik. Darüber hinaus stehen die Beschäftigung mit drei Enkelkindern und diverse Reisen auf dem Programm. „Über Langeweile werde ich gewiss nicht klagen können“, betonte Barkhausen.
„Wir sagen ihr Dank für einen gewiss nicht immer einfachen Dienst, den sie in unserem Kindergarten fast 40 Jahre lang stets mit großem Engagement getan hat“, hielt Pastor Heinz Schultheiß anlässlich des Abschieds fest. Barkhausen habe ganze Generationen von Kindern begleitet und betreut, habe teilgenommen an den großen und kleinen Begebenheiten in deren Leben, an fröhlichen und auch an traurigen Momenten.
Die Nachfolge in der Leitung des Petzer Kindergartens wird am 1. August Marita Ruhe antreten. Ruhe war bisher Leiterin des Familienzentrums „Leonhardi“ in Minden. bus

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