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Schlaraffenland für Wildschweine

Jäger beklagen Ansteigen der Bestände Schlaraffenland für Wildschweine

Manche Tiere werden rar in der freien Feldmark. Dazu gehören Hasen und Wildkaninchen. Deshalb ist der Abschuss der Mümmelmänner seit Längerem unterblieben.

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Friedhelm Baule begutachtet eine Grünfläche,die von Wildschweinen heimgesucht wurde.

Quelle: sig

Heeßen. Dafür haben sich die Wildschweine weiter breitgemacht. Und das geschieht nicht ohne zunehmende Schäden, speziell für die Landwirtschaft. Diese Entwicklung war das Hauptthema bei der Zusammenkunft der Jagdgenossenschaft Heeßen, Bad Eilsen und Buchholz im „Heeßer Krug“. Der Sprecher der Jägerschaft, Friedhelm Baule, hatte darauf hingewiesen, dass durch den wachsenden Schwarzkittelbestand wieder vermehrt Wildschäden entstanden sind.

 Besonders davon betroffen waren Grünflächen im Möllertal und beim Buchholzer Berg. Große Schäden seien aber auch in Getreide- und Maisfeldern festgestellt worden. Das gelte ebenso für neu bestellte Äcker, auf denen zuvor Mais angebaut worden sei, der aufgrund vorhergehender Wildschäden teilweise untergepflügt wurde. Diese Schäden würden ein weiteres Mal die Jagdpacht deutlich übersteigen.

 Mit diesen Feststellungen löste Baule eine längere Aussprache aus, in der vor allem Uwe Meier den Handlungsbedarf unterstrich. Besonders der starke Maisanbau trage zu dem Anwachsen des Wildschweinbestandes bei, so Meier.

 In Niedersachsen gibt es Regionen, in denen fast von einer Verdopplung der Tiere berichtet wird. Das habe dazu geführt, dass dort 80 Prozent der Maisfelder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Deshalb gibt es bereits eine Bürgerwehr, die nach geeigneten Mitteln sucht, die Wildschweine von den Feldern in die Wälder zu vertreiben, unter anderem durch Schreckschussanlagen.

 Die Wildschweinrotten zeigten vielfach auch keinen Respekt vor Gärten, Spielplätzen und Kurparkanlagen. Da wurde auch bereits der Ruf nach verbesserten Nachtsichtwaffen für die Jägerschaft lauter. Außerdem sollte man in die Maisfelder Schneisen einschneiden, damit die Jäger eine bessere Sicht haben.

 Im Revier der heimischen Jagdgenossenschaft sind im vergangenen Jahr nur 14 Wildschweine erlegt worden, vier sind zusätzlich dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Rehe starben eher auf der Straße als durch die Jagd (6:7). Mufflons konnten nicht zur Strecke gebracht werden. Aus dem Borsteler Revier wurde berichtet, dass Mufflons von Fahrern mit Motorcrossmaschinen gejagt worden seien. Diese Personen wurden ermittelt und werden bestraft.

 Den Bestand an Rehwild bezeichnete Baule als zufriedenstellend, obwohl immer wieder etliche Tiere dem Verkehr zum Opfer fallen. Der Hasenbesatz könnte besser sein. „Es fehlt an artgerechten und beruhigten Flächen.“ Auch die Wildkaninchen seien weniger geworden, obwohl sie wie die Hasen seit Jahren geschont werden.

 Die Marderplage hat offensichtlich zugenommen. Es hat zahlreiche Anrufe von Hausbesitzern gegeben, die solche Störenfriede im Haus hatten. Mit Staupe infizierte Tiere wurden erlöst, unter anderem beim Busbahnhof in Bad Eilsen.

 Die Jäger richten jetzt an Hundebesitzer die dringende Bitte, an die Brut- und Setzzeit zu denken und auch daran, dass die Wiesen als Tiernahrung dienen und nicht vollgekotet sein sollten. sig

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