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„Sie nehmen ihre Mittlerfunktion vorbildlich wahr“

Neujahrsempfang im Gerätehaus „Sie nehmen ihre Mittlerfunktion vorbildlich wahr“

Bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Gerätehaus hat die Reservistenkameradschaft (RK) Meinsen-Warber-Rusbend viel Lob bekommen. Die RK sei bestens in die dörfliche Gemeinschaft integriert, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe, Marco Langerwisch.

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Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes, Marco Langerwisch, ehrt Olaf Rietenberg.

Quelle: mig

Bückeburg. „Sie nehmen ihre Mittlerfunktion vorbildlich wahr.“ Dass die Reservistenkameradschaft (RK) Meinsen/Warber/Rusbend in den Ortsteilen eine aktive Rolle spielt, zeigte auch ein Blick auf die Gästeliste. Feuerwehr, Schützenverein, Kommunalpolitiker – kaum jemand wollte sich den Termin entgehen lassen; das Gerätehaus war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Entsprechend erfreut zeigte sich der Vorsitzende der RK, Oberbootsmann d.R. Olaf Rietenberg, in seiner Begrüßungsansprache.

Es sei schön, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt seien, sagte Rietenberg, „auch vor dem Hintergrund, dass sich das Bestehen der RK im letzten Oktober zum 30. Mal gejährt hat“. Dass dieser Geburtstag beim Neujahrsempfang quasi mitgefeiert wurde, also eine Nummer kleiner ausfällt, hatte, laut Rietenberg, folgenden Grund: „Wir haben unser 25. Jubiläum groß gefeiert, deshalb haben wir beschlossen, das 30-jährige Bestehen etwas kleiner zu halten.“

Des Weiteren erinnerte Rietenberg an die Gründung der Kameradschaft im Jahr 1984 und an zahlreiche Aktivitäten wie Wanderungen oder Vorträge. Im vergangenen Jahr sei vor allem die Aufstellung eines Gedenksteins für Major Georg Donalies „ein echtes Highlight“ gewesen, sagte Rietenberg. Donalies, der im Ersten Weltkrieg bei den Kämpfen um Lüttich fiel, war Kommandeur des in Bückeburg stationierten „Westfälischen Jäger Bataillons 7“.

Ein großes Lob hielt dann der Vertreter der Landesgruppe, Marco Langerwisch, für die RK bereit. 30 Jahre sei die RK inzwischen alt – damit habe sie dem 54 Jahre alten Verband weit mehr als die Hälfte der Zeit seines Bestehens treu zur Seite gestanden. „Mindestens genauso beeindruckend ist aber die gute Integration in die dörfliche Gemeinschaft“, hob Langerwisch hervor. Die RK mache eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit.

Die Mittlerfunktion werde vorbildlich wahrgenommen. Allerdings erwartet die Politik in Zukunft noch weit mehr von den Reservisten. Aktuell sei die vom Verteidigungsministerium geforderte Neuausrichtung das zentrale Thema im Reservisten-Verband, gab Langerwisch zu verstehen. Der Präsident des Verbandes habe seine Mitglieder ausdrücklich dazu aufgefordert, ihre Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen.

Es gelte, herauszufinden, welche Aufgaben die Reservisten von der aktiven Truppe übernehmen können. Dafür sei der Haushalt des Verbandes in diesem Jahr deutlich aufgestockt worden. „Das Ministerium will jetzt etwas für sein Geld sehen“, sagte Langerwisch im Gespräch mit dieser Zeitung.

Einen Blick zurück in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg unternahm Carsten Reuß vom Preußen-Museum Minden. Reuß begann seinen Vortrag über das damalige Militärsystem äußerst launig und mit einem Monokel vor dem Auge. Das Klischee vom dünkelhaften Militär mit der „Wir sind Kerle“-Attitüde sei auch heute noch weit verbreitet. „So wie im ‚Simplizissimus‘ beschrieben, denkt man sich das gesamte Militär der damaligen Zeit“, sagte Reuß.

In seinem Vortrag entwarf der Museumsleiter ein differenzierteres Bild und kam beispielsweise auch auf die Bückeburger Jäger und die Jägerkaserne zu sprechen. Höhepunkt der Veranstaltung war dann die Ehrung des Vorsitzenden der RK, Olaf Rietenberg, dem Langerwisch die bronzene Ehrennadel des Verbandes verlieh.

Weitere Ehrungen gab es für langjährige Mitglieder: Udo Fischer (25 Jahre), Helmut Schlehe (20) und Jens Gewers (10). mig

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