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Sorge wegen Hochwasserschutz

Rusbend Sorge wegen Hochwasserschutz

„Wir müssen etwas unternehmen, sonst werden wir untergebuttert“, lautet der Tenor vieler Anwohner, die sich in Rusbend im Umfeld der „Tiefen Wiese“ Sorgen um die zukünftigen Zustände in Hochwassersituationen machen.

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Anwohner von Florian- und Kampstraße sind wegen der geplanten Verfüllung der „Tiefen Wiese“ in Sorge.

Quelle: bus

Rusbend. Hintergrund der Sorgen ist, dass die zwischen Florianstraße und Kampstraße gelegene Senke mit Erdreich aufgefüllt werden soll. Erste Lastwagen-Ladungen sind bereits angeliefert worden. „Die Wiese ist unser natürliches Rückhaltebecken, durch sie ist in diesem Bereich bisher ein Hochwasserproblem verhindert worden“, bringen die Beschwerdeführer als Hauptargument vor.

In der durch früheren Tonabbau entstandenen Senke laufen Schilderungen der Anlieger zufolge alle Rusbender Gräben zusammen. „Bei Hochwasser ist die Wiese bis zum Straßenrand gefüllt, das haben wir oft genug in den zurückliegenden Jahrzehnten erlebt“, führen sie aus. Da der Straßengraben (vermutlich wegen eines verstopften Durchlasses) das Wasser nicht abführe, verbleibe dieses wochenlang in dem Areal. Selbst im aktuellen, recht regenarmen Frühjahr sei die Fläche zur Hälfte gefüllt gewesen.

Die Beschwerdeführer mahnen bei Fortsetzung der Befüllung mehrere Maßnahmen an. Zum einen sollen die vorhandenen Gräben freigelegt und verbreitert sowie der Durchlass an der Florianstraße geöffnet und dessen Querschnitt vergrößert werden. Zum anderen fordern sie die fachgerechte Herrichtung der Grabensituation auch auf der Westseite der Florianstraße und Schutzmaßnahmen für die Kampstraße.

Darüber hinaus erkennen die Anwohner etliche unbeantwortete Fragen: Wie wird die Sicherheit für Schüler und Kinder an der Florianstraße und im Bereich des Kinderspielplatzes hergestellt? Wie wird die Sicherheit bei der Anfahrt der Lkw über die als Tempo-30-Zone ausgeschilderte Florianstraße hergestellt? Wie viele Lkw sind zu erwarten? In welchem Zeitraum kommen sie? Wo kommt die Erde her? Wer zeichnet für die Reinigung der Straße verantwortlich? Ist eine zeitnahe Wiederherstellung der Straße vorgesehen?

Zudem regen die Anlieger die Anfahrt der Lastwagen über die Deinser Straße (aus Richtung Echtorf) statt über die Heveser Straße an. Diese weise schon jetzt erhebliche Risse auf, und es seien bereits zwei gefährliche Situationen beobachtet worden. „Bisher haben wir keine zufriedenstellenden Antworten auf unsere Fragen und Anregungen erhalten“, heißt es im Umfeld der Wiese.

Momentan gelten für die Wiederauffüllung zwei Einschränkungen. Der Bodenaushub darf nur in einem begrenzten Zeitraum und nur in einem 15 Meter breiten Streifen direkt an der Florianstraße aufgebracht werden. Die Auflagen erfolgten durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises wegen der auf der Feuchtwiese angesiedelten Störche, die dort gegenwärtig ihren Nachwuchs aufziehen. Sie gelten bis zum 15. August. „Sind Störche neuerdings mehr wert als Menschen?“, lautet eine weitere Frage der Beschwerdeführer. bus

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