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Bückeburg Ortsteile Standort Bückeburg vom Tisch
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00:16 03.11.2016
Die ersten Kooperationspartner, die ersten Spenden: Das Projekt Mehrgenerationenhaus um die Vereinsvorsitzende Manuela Tarbiat-Wündsch (Fünfte von links) nimmt Fahrt auf – allerdings nicht in Bückeburg. Quelle: rc
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BÜCKEBURG/SEGGEBRUCH

Entstehen soll es auf einem rund 7000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Cronsbruchstraße/In den Zäunen, nur wenige Meter vom Kreisaltersheim Helpsen entfernt – gleich gegenüber von Feuerwehr und Gemeindebüro.

Die Pläne haben am Montagmittag die Vereinsvorsitzende Manuela Tarbiat-Wündsch und Schirmherr Alexander zu Schaumburg-Lippe während eines Pressegesprächs im Schloss Bückeburg im Beisein der Verwaltungsspitzen der Gemeinde Seggebruch, Vereinsmitgliedern, Spendern und Aktiven vorgestellt, die im neuen Haus Aufgaben wie Pflege oder Therapie übernehmen. Wann Baubeginn sein wird, ist noch offen und abhängig von einer Reihe von Faktoren wie Wirtschaftlichkeitsberechnungen, dem Stellen von Förderanträgen sowie den notwendigen Änderungen und Aufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan.

Investitionssumme beträgt etwa 3,7 Millionen Euro

Zudem will der Verein so viel wie möglich des Vorhabens selbst finanzieren, um mehr Gestaltungsmöglichkeiten für vernünftiges und gut bezahltes Personal zu haben, wie Tarbiat-Wündsch sagte. Drei Investoren stehen bereit, mit denen das Projekt umgesetzt werden kann. Die Investitionssumme für insgesamt sieben Gebäude mit rund 30 Wohnungen sowie Integrations- und Gemeinschaftsräume wie Bistro, Clubraum, Bastelwerkstatt, Bandraum, Kümmererbüro oder Kinderhotel beträgt rund 3,7 Millionen Euro. Alles fällt etwas kleiner aus als am ursprünglich ins Auge gefassten Standort in den Hofwiesen: „Wir sind geschrumpft.“

Wie Tarbiat-Wündsch sagte, sei der Verein nach der Absage des Standorts Bückeburg regelrecht mit Angeboten überflutet worden, die ihrerseits alternative Standorte angeboten hätten; rund 40 an der Zahl. Die Gemeinde Seggebruch habe sich entschieden, das Mehrgenerationenhaus „ganz, ganz leise“ nach Seggebruch zu holen, sagte Bürgermeister Jörn Wittkugel während des Pressegesprächs. Es sei mit dem Landkreis gesprochen und ein Vorratsbeschluss des Rates herbeigeführt worden. Das Grundstück, derzeit noch Ackerland, werde von der Gemeinde erworben und kostenlos an den Verein weitergegeben.

„Es sollte ein Nullsummenspiel werden“

Die Vereinsvorsitzende hat bereits Kooperationspartner vor Ort gewonnen und mit der Vernetzung begonnen. So ist das Pflegeteam Ambusama oder eine Hundebegleittherapie dabei. Erste namhafte Spenden gingen vom Schiebetechnikspezialisten Hautau mit Sitz in Helpsen sowie von Westfalen-Weser Energie ein.

Während des Pressegesprächs betonte Alexander zu Schaumburg-Lippe noch einmal, dass es sich beim Verein Mehrgenerationenhaus Bückeburg um eine gemeinnützige Initiative handelt. Er hätte das Grundstück Hofwiesen in die GmbH eingebracht, ohne einen Mehrwert davon zu haben: „Es sollte ein Nullsummenspiel werden.“ Leider sei das Thema in den Wahlkampf gezogen und eine Reihe von Unwahrheiten verbreitet worden. Manche hätten sich nach der Absage „als Sieger feiern lassen, David gegen Goliath“.

Wie Tarbiat-Wündsch sagte, sei der Standort Bückeburg nach den gemachten Erfahrungen „komplett gestorben“. Es gebe zwar noch einen Grundstückseigentümer, der bereit wäre, mit jemand anderem etwas zu machen, aber: „Wer eine hohe Rendite haben will – das machen wir nicht mit.“ Der Verein habe keinen Elan mehr, in Bückeburg etwas umzusetzen. Wenn, dann müsse schon der Rat auf den Verein zukommen, allein schon wegen notwendiger Bebauungsplan-Änderungen: „Wir werden hier nicht noch einmal etwas riskieren.“

 

Die neue Homepage des Vereins wird heute freigeschaltet: www.mehrgenerationenhaus-bueckeburg.de. rc

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