Meinsen/Warber (bus). „Nachträglich betrachtet hat das Jahr ganz im Schatten von Rudi Beier gestanden“, ruft Wilharm-Lohmann Erkrankung und Tod seines langjährigen Amtsvorgängers in Erinnerung. Beier habe sich trotz seiner Krankheit noch um viele Dinge gekümmert, den Lauf der Dinge letztendlich aber nicht aufhalten können. „Sein Tod stellt einen sehr großen Verlust dar.“
Aus lokalpolitischer Sicht sei 2011 der Neubau der Meinser Straße „das Ding schlechthin“ gewesen. „Ganz ohne Frage ein Glanzlicht in der Entwicklung der Gemeinde“, unterstreicht der Ortsvorsteher. Die Straße war im April fertiggestellt und im Mai in Anwesenheit von Beier und des Ex-Landrates Heinz-Gerhard Schöttelndreier mit einem großen Gemeinschaftsfest ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Herrichtung des rund 600 Meter langen Teilabschnitts der Kreisstraße 14 hatte etwa 860 000 Euro gekostet. Besonders erfreulich sei die Tatsache, „dass wir jetzt einen durchgehenden Radweg bis Cammer haben“, merkte Schöttelndreier an.
Wilharm-Lohmann weist zudem auf die Versorgung Meinsen-Warbers mit zeitgemäßen Internet-Verbindungen und die Verbesserung der Schulsituation hin. „Auf die DSL-Anschlüsse haben wir lange warten müssen“, verdeutlicht der Ortsbürgermeister. „Und an der Grundschule gibt es nach einigem Hin und Her endlich eine Übermittagsbetreuung.“ Auch die in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes errichtete Multifunktionsanlage trage Positives zur Gesamtsituation bei. „Die Anlage hat sich bestens bewährt und wird mittlerweile sogar von Kindern und Jugendlichen aus Bückeburg besucht.“ Alles in allem betrachtet biete das Areal „ein tolles Angebot, das man viel besser nicht haben kann“.
Was der Berichterstatter auch deswegen für wichtig erachtet, um in Zukunft die Schülerzahl und damit den Standort (er)halten zu können. Wichtig für die weitere Entwicklung der Ortschaft sei darüber hinaus die Ausweisung eines Baugebietes. „Das sollte in diesem Jahr auf jeden Fall erfolgen“, betont Wilharm-Lohmann und fasst in diesem Zusammenhang speziell den vor Ort seit längerer Zeit in der Diskussion stehenden Lückenschluss entlang der Straße „Zu den Brücken“ in den Blick. Zeitnah in Angriff genommen werden soll die Entschlammung eines Teilabschnitts der Bückeburger Aue. Nach Auffassung des Ortsbürgermeisters „möglichst noch in diesem Frühjahr“.
Jenseits lokalpolitischer Aspekte macht Wilharm-Lohmann auf mehrere in seiner Heimatgemeinde organisierte Veranstaltungen aufmerksam. Die Maiklänge, das Lampionfest und der Weihnachtsmarkt hätten in der Vergangenheit bemerkenswerte Magnetwirkung entwickelt und ließen stets aufs Neue viele Hundert Besucher den Weg nach Meinsen-Warber finden. „Das ist alles relativ professionell gemacht und funktioniert auch ohne den Ortsrat“, lobt der Ortsbürgermeister. „Vor dem Engagement der Organisatoren und Helfer habe ich allen Respekt.“
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