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Bückeburg Ortsteile Tausende genießen ihren Advent unter Tage
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00:16 19.12.2012
Strenge Regeln: Unter Tage muss sogar der Weihnachtsmann einen Helm tragen.
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Kleinenbremen

Gemeint ist der mittlerweile vierte Weihnachtsmarkt unter Tage. Die Kasse im beheizten Zelt hat gerade erst geöffnet, da stehen die Gäste gestern, am dritten und letzten Tag, bereits Schlange im Steinbruch, um Tickets zu kaufen und Helme zu fassen. Die Rekordjagd hat begonnen.

 Am Freitag sah es nicht danach aus, als würde die bisherige Bestmarkte von 8978 Besuchern fallen, aufgestellt im vergangenen Jahr. Der Wetter hat den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf einen guten Sonnabend folgt dann ein Sonntag, an dem es rasch voll wird. Vom hochgesteckten Ziel, auf bis zu 11000 Besucher zu kommen, ist jedoch keine Rede mehr.

 In der früheren Erzgrube sind diesmal 56 Stände aufgebaut, Bühnenprogramm und Lasershow laufen fast nonstop. Einmalig ist die Atmosphäre in den Stollen, für den Weihnachtsmarkt aufwendig beleuchtet. Drei Parkplätze stehen zur Verfügung, Shuttle-Busse fahren. Trotzdem parken viele Besucher später die örtlichen Straßen voll. Zu groß ist der Ansturm rund um Kleinenbremen.

 Kritik wird manchmal an den Eintrittspreisen laut: 8,50 Euro für Erwachsene. Die Preise seien absolut gerechtfertigt, meint Mirko Ignatz und weist auf die Kosten hin: Im Einsatz sind 65 Mitarbeiter, darunter 16 professionelle Sicherheitskräfte, die sich zum Beispiel um die Verkehrsregelung kümmern. Logistisch sieht Ignatz das Ziel erreicht. „Vom Ablauf ist der Weihnachtsmarkt perfekt“, sagt der Geschäftsführer.

 Das laufende Geschäft in Besucher-Bergwerk und Museum profitiert dagegen nach Angaben des Geschäftsführers nicht von der Veranstaltung. Der Weihnachtsmarkt habe keinen Werbeeffekt. „Man muss ihn als eigenes Unternehmen sehen.“

 Zwei Aushängeschilder dieses Unternehmens sind Alexandra Babatz und Sara Boy, die beiden Weihnachtsengel. Ihre Aufgaben: Besuchern den Weg zeigen, Rat geben, mit Kindern zaubern, auf der Bühne Stimmung machen. Und natürlich: Menschen verzaubern.

 Fast zwölf Stunden sind die jungen Frauen täglich auf den Beinen. „Die Zeit vergeht sehr schnell“, bemerkt Alexandra, die zum ersten Mal dabei ist. „Erst wenn man zu Hause ist und zur Ruhe kommt, bemerkt man die Anstrengung“, fügt Sara hinzu. Beide haben „nur freundliche, fröhliche Menschen“ getroffen.

 Und beide wollen 2013 wieder dabei sein. „Engel ist kein schlechter Job“, meint Studentin Sara. „Erst recht in der Weihnachtszeit.“

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