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Teurer Pfusch am Wasserrohr?

Streit mit Handwerker Teurer Pfusch am Wasserrohr?

Kaum in die neue Wohnung in Achum eingezogen, hat Familie Hartmann einen Wasserrohrbruch in der Küche erlebt. Über den Internet-Service „Der freundliche Handwerker“ (DFH) erhofften sich die Mieter schnelle Abhilfe. Mit der Arbeitsleistung unzufrieden, sollten sie dennoch prompt 700 Euro hinlegen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Achum. „Um 15 Uhr hatten wir den Service verständigt, gegen 18 Uhr kam der Handwerker mit einem Wagen mit Essener Kennzeichen an. Er hatte außer dem Lötzinn kein Arbeitsmaterial oder Werkzeug dabei und trug seine Privatkleidung“, sagt Sarah Hartmann, Mutter eines vierjährigen Kindes. Mit dem geliehenen Werkzeug der Mieter habe er das Leck geflickt. Die neben dem Rohr verlaufende Starkstromleitung zu kappen, haben sie dem Mann gerade noch ausreden können.

Nachbar muss aushelfen

Knapp bei Kasse und auf das Arbeitslosengeld II angewiesen ging das Paar davon aus, dass die Versicherung des Vermieters die Rechnung begleichen würde. Schon vorher haben sie dem Handwerker mitgeteilt, dass sie ihn nicht bezahlen können. Davon unbeirrt weigerte sich dieser nach getaner Arbeit, ohne eine direkte Zahlung von 700,41 Euro wieder abzurücken. Mit dem Vermieter stimmten die Hartmanns ab, den Dienstleister mit einer Anzahlung von 100 Euro zu beschwichtigen. „Weil sein EC-Kartenlesegerät hier angeblich kein Signal hatte, wollte er meinen Mann überreden, zu ihm und seinem Schwager ins Auto zu steigen, um es etwas weiter entfernt erneut zu versuchen“, erzählt Hartmann. Erst mithilfe eines Nachbarn konnten sie die Summe zusammenbekommen und der Handwerker habe endlich von ihnen abgelassen.

"Das hält kaum zwei Wochen"

„Der Bedarfsgemeinschafts-Coach vom Jobcenter hat nach einem Blick auf das Rohr gleich gemeint, dass die Lötstelle dem Wasserdruck kaum zwei Wochen standhalten wird“, sagt die Mieterin.Thomas Marsin vom DFH erklärt auf Anfrage dieser Zeitung, dass der Auftragnehmer bisher immer „zuverlässig und einwandfrei“ gearbeitet habe und hält es für ausgeschlossen, dass er tatsächlich ohne eigenes Werkzeug angerückt sein soll. „Bei Neukunden rechnen wir die ersten beiden Aufträge immer sofort bar oder per EC-Karte ab“, so Marsin. Das sei auch nur direkt beim Auftraggeber möglich. Die Höhe der Kosten sei dem sofortigen Einsatz und dem Preisaufschlag ab 18 Uhr geschuldet. Bei Beanstandungen stehe der Rechnungsservice des DFH zur Verfügung, der die Behebung technischer Mängel „so schnell wie möglich“ veranlasse. geb

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