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Meinsen/Warber / Neujahrsempfangs Reservistenkameradschaft

Thema: Brandbekämpfung auf See


Im Nachhinein gewann das Thema des Neujahrsempfangs der Reservistenkameradschaft (RK) Meinsen/Warber/Rusbend durch das Unglück des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ vor Italien noch ungeahnte Aktualität, referierten doch Dietmar Jeschke und Dirk Flocke von der Rettungsleitstelle der Hamburger Feuerwehr über Sicherheit und Brandbekämpfung auf See.

Flüssiges Dankeschön an die Referenten: Rüdiger Grimm (von links), Dirk Flocke, Dietmar Jeschke und RK-Vorsitzender Dirk Wehrmann.

© pr

Meinsen/Warber (rd). Im Gerätehaus der Meinsen-Warberaner Brandschützer begrüßte RK-Vorsitzender Oberfeldwebel d.R. Dirk Wehrmann neben Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach auch die Ortsbürgermeister von Meinsen/Warber, Dieter Wilharm-Lohmann, und Rusbend, Andreas Struckmann, sowie zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine.

In einer Schweigeminute wurde des verstorbenen langjährigen Ortsbürgermeisters und RK-Freundes Rudi Beier gedacht.
Nach seinem Bericht beim letztjährigen Neujahrsempfang über das Trainingszentrum Schadensabwehr der Marine in Neustadt/Holstein war es Kapitänleutnant Rüdiger Grimm gelungen, die Hamburger Feuerwehr in das Binnenland zu lotsen. Für Brandamtsrat Jeschke fast logisch, haben doch die Hansestadt und die nördlichen Bückeburger Ortsteile Seeanbindung und Schiffsverkehr, wenn auch in etwas unterschiedlicher Größenordnung.

Ein großer Einsatz seiner Havariegruppe fand beim Brand der Fähre „Lisco Gloria“ in der Ostsee im Jahr 2010 statt. Priorität hatte dabei wie stets die Rettung von Menschenleben, was auch im Zusammenwirken aller Kräfte letztlich gelang. Riesige Kreuzfahrt- und Containerschiffe stellen die Rettungskräfte vor enorme Herausforderungen, die kaum zu bewältigen sind. Wegen der großen Feuergefahr ist der bauliche Brandschutz deshalb besonders wichtig. Möglichst viele Brandabschnitte sollen dabei die Ausbreitung des Feuers eindämmen und erfolgreiche Gegenmaßnahmen ermöglichen. Brandamtsrat Flocke erläuterte am Beispiel seiner Hamburger Einheit Personalstärke und Ausrüstung, die für Rettungseinsätze auf Schiffen vorgehalten werden müssen, übrigens standardisiert für alle Rettungstrupps der Berufsfeuerwehren in den großen Küstenstädten. Deren Einsatz erfolgt zentral durch das Havariekommando des Bundes in Cuxhaven. Die Verlegung des Personals an den Einsatzort geschieht meist per Hubschrauber, die des Materials mit Booten der Küstenwache oder durch Seenotrettungskreuzer.

Nach dem Einblick in eine weithin unbekannte Materie folgte dann eine reale kulinarische Stärkung, die wieder von den Damen der Reservistenkameradschaft vorbereitet worden war.

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