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00:33 13.08.2015
Die Trachtenträger legten im Anschluss an die Rückkehr vom Festumzug eine flotte Sohle aufs Parkett. Quelle: bus
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Rusbend (bus)

„Das ist einen Riesenapplaus wert, macht weiter so.“

 Pastor Ulrich Hinz fand damit ebenfalls anerkennende Worte: „Es ist bemerkenswert, wie Ihr die viele Arbeit bewältigt.“ Anerkennenswert sei zudem die Traditionspflege. „Ihr hört ja sonst andere Musik als die älteren, aber beim Tanzen erklingen die überlieferten Lieder und Melodien“, bemerkte der Geistliche. Das Fest stelle eine über Grenzen von Generationen und Nachbarschaften hinwegreichende Gemeinsinnpflege dar, meinte Hinz, als er gemeinsam mit der Erntegesellschaft „Nun danket alle Gott“ anstimmte und damit an den ursprünglichen Sinn der Feier erinnerte.

 Zu dem Zeitpunkt hatten die Mitglieder der Trachtengruppe und deren Gäste bereits eine musikalisch vom „DMW-Projekt“ betreute Discoparty (Freitag), einen Tanzabend mit der Top-40-Party-Band „Grace“ (Sonnabend) und einen Zeltgottesdienst (Sonntagvormittag) bewältigt. Zudem einen Festumzug, der den Teilnehmern allerhand Kondition abverlangte.

 Die Tour der herausgeputzten Traktorgespanne führte über die Tanzstationen Hilgenhop (Erntebauernpaar Sigrid Huckfeld und Klaus Harmening), Bolzplatz Töpferweg, Zimmerei Drewes (Rusbender Straße) und Hof Meier (Hevesen) zurück zum Ausgangspunkt Dorfgemeinschaftshaus.

 Mit von der Partie waren Delegationen aus Scheie, Volksdorf, Meinsen-Warber, Lauenhagen, Wiedensahl, Meerbeck, Südhorsten, Echtorf, Gelldorf, Cammer, Evesen, Nammen und Vehlen sowie der Gruppe „Reiten erleben auf dem Storchenhof“. „Zusammen mit unseren drei Wagen eine Karawane von 17 Fahrzeugen“, bilanzierte Marvin Wiebke. Was sich durchaus sehen lassen könne.

 Der Vorsitzende der Rusbender Trachtengruppe machte darauf aufmerksam, dass nicht nur den vielen Zuschauern an den Tanzstopps, sondern auch den „Daheimgebliebenen“ einiges geboten worden sei. „In dem Festzelt wurde während der Rundreise Kaffee und leckerer Kuchen serviert und flotte Musik gespielt.“

 Auf den Gespannen war meist Konservenmusik zu hören, überdies griff der Akkordeonspieler André Treichel kräftig in die Tasten.

 Treichel begleitete die Tänzer auch beim Einmarsch ins Festzelt. Dort stand außer dem Hochziehen der Erntekronen, mehreren Tanzeinlagen und den Ansprachen von Struckmann und Hinz auch die vom Erntebauernpaar gehaltene Ernterede auf dem Programm. Huckfeld und Harmening nahmen in launigen Versen örtliche Geschehnisse und die unterschiedlichen Engagements der Generationen aufs Korn. Mit schelmischem Blick auf die älteren Mitbürger reimten sie: „Deren Hilfe und Unterstützung ist nach wie vor gefragt / deshalb werden sie auch nicht vom Hof gejagt“.

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