Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Unbekannte erschießen Katzendame Niki

Drama in Warber Unbekannte erschießen Katzendame Niki

„Bei so einem Nachnamen muss man doch Katzen haben“, sagt Oliver Katzke mit einem Schmunzeln. Doch dann verfinstert sich die Miene des 42-Jährigen sofort wieder. Neben ihm sitzt seine Ehefrau, sie wischt sich die Tränen von der Wange. Auf dem Tisch vor dem Ehepaar liegt ein gerahmtes Foto. Darauf zu sehen Katze Niki. Niki lebt nicht mehr. Der Liebling des Ehepaares wurde erschossen – mit einem Luftgewehr.

Voriger Artikel
Keine guten Zeiten
Nächster Artikel
Einstimmung auf die Adventszeit

Oliver und Kirsten Katzke bleiben nur noch die Erinnerungen an Katzendame Niki. Der Perser Mix wurde erschossen.

Quelle: rg

Warber. Das Herz der kleinen Katzendame hat Montagmorgen gegen 4 Uhr aufgehört zu schlagen. Hinter ihr liegen mehrere Kreislaufzusammenbrüche und eine Not-Operation. Niki hat es nicht geschafft. Zu schwer waren die Verletzungen in der Bauchhöhle.

 Doch von vorn: Eine leichte Verhaltensveränderung bei der zweijährigen Katze haben Oliver und Kirsten Katzke vor etwa vier Wochen festgestellt. „Sie hat sich immer mehr zurückgezogen, wollte nicht mehr raus und hat viel geschlafen“, erinnert sich die selbstständige Physiotherapeutin. Das Paar, das in der Straße Im Nordfelde wohnt, ging erst von einem Winterblues aus. „Sie mochte keine kühlen Temperaturen und Schnee“, sagt die 40-Jährige. Sie dachten sich also erst nichts dabei. Als es in den Wochen danach schlimmer wurde, fuhr das Paar aus Warber mit Niki vergangenen Freitag zum Tierarzt. Dort bekam die Katzendame ein Mittel gegen Flöhe.

 Ihr Zustand verschlechterte sich am Sonntag zusehends. Die beiden fuhren mit Niki am späten Abend in die Tierklinik nach Porta Westfalica. Dort päppelten die Ärzte das geschwächte Tier auf. Bei einem Ultraschall stellte die Medizinerin ein Luftgewehrprojektil in der Bauchhöhle fest.

 Das Paar musste entscheiden: operieren oder nicht. „Die Frage stellte sich uns gar nicht. Wir wollten alles versuchen, um sie nicht zu verlieren“, sagt der selbstständige IT-Fachmann. Doch es half nichts. Die Organe des Perser-Mischlings waren bedeckt mit Eiter. Das Projektil steckte vermutlich bereits seit Wochen zwischen Milz und Leber und hat die Entzündung verursacht.

 Die Katzkes haben bereits Anzeige erstattet. Da der oder die Täter ein Luftgewehr benutzt haben, ermittelt die Polizei wegen eines Verstoßes gegen das Waffen- und Tierschutzgesetz. Das Projektil wird derzeit untersucht.

 Eine Vorstellung davon, wer auf ihre Niki geschossen haben könnte, hat das Paar nicht. „Wir wohnen in einer tollen Gegend, einer gewachsenen Siedlung, in der viele Katzen leben“, sagt Kirsten Katzke und schüttelt verständnislos mit dem Kopf. „Das ist sogar eine Spielstraße.“ Allerdings grenzt direkt hinter das Grundstück des Paares ein Feld. Sie gehen davon aus, dass dort der oder die Täter auf die Katzendame geschossen haben.

 Während Niki beerdigt wurde, muss die ältere Katze Nele nun erst einmal auf ihren Freigang verzichten. „Das mache ich nicht nochmal mit“, sagt die Physiotherapeutin sichtlich gerührt. Außerdem möchte sie Katzenbesitzer in der Gegend warnen. „Passt bitte auf eure Tiere auf!“

 Wenn jemand Beobachtungen im Bereich der Straße Im Nordfelde gemacht hat, sollte er sich bei der Polizei in Bückeburg melden, Telefon (05722) 95930. vin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg