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Vielstoffmotor „frisst“ alles außer E10-Benzin

Petzen / Feuerwehr Vielstoffmotor „frisst“ alles außer E10-Benzin

Mit einer kleinen Fahrzeugschau bei Bratwurst und Bier hat der Bückeburger „Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge, -geräte und -literatur von 1996“ am Sonnabend seine Saison eröffnet. Von „Saison“ spricht der Verein, weil dessen Aktivitäten den Winter über üblicherweise brachliegen.

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Nur „Aus Spaß an der Freude“ hat sich Heinrich Bühmann ein altes Feuerwehrfahrzeug zugelegt. © wk

Petzen (wk). In der ungeheizten Scheune auf dem Areal des „Hofcafés Peetzen 10“, wo der Verein seine Oldtimer stehen hat, ist dann kein Arbeiten möglich. Zudem stehen auch keine Open-Air-Veranstaltungen an, an denen die Mitglieder mit den vereinseigenen Ausstellungsstücken teilnehmen können, erklärte der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Driftmann (genannt „Diesel-Karl“).

Die warme Jahreszeit hat den Verein nun jedoch wieder zu neuem Leben erweckt. Und damit konnten die Besucher der Schau vom Sonnabend eine Reihe recht betagter, aber durchaus noch funktionsfähiger Feuerwehrfahrzeuge und -gerätschaften aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. So etwa eine mehr als 100 Jahre alte Handdruckspritze Baujahr 1897, die seinerzeit bei der Bückeburger Feuerwehr im Einsatz gewesen ist. Eineinhalb Jahre Arbeit hatte der Verein laut Driftmann in die Restauration des Stückes investiert, bevor das ausgemusterte und ziemlich abgewrackte Stück in neuem Glanz erstrahlte.

Nicht minder stolz ist der Verein auf sein Tanklöschfahrzeug der Marke Mercedes-Benz aus dem Jahr 1957, das mit einem „Vielstoff-Motor“ daher kommt. „Der frisst alles“, umschrieb der Vereinsvorsitzende die dahinter stehende Technik. Das Vehikel kann sowohl mit Dieselkraftstoff als auch mit Petroleum, Flugbenzin und Zweitaktgemisch betrieben werden. Kurioserweise verträgt der Oldtimer jedoch weder Biodiesel noch das derzeit viel diskutierte E10-Benzin. „Das macht die Leitungen kaputt“, verriet Driftmann.

In Privatbesitz befindet sich dagegen der „Gerätewagen Wasserrettung“ Baujahr 1979, den der Steinhuder Heinrich Bühmann mitgebracht hatte. „Aus Spaß an der Freude“ habe er das zuletzt bei der Berufsfeuerwehr Borken im Einsatz gewesene Fahrzeug gekauft, berichtete er, und fügte lapidar hinzu: „Andere sammeln Briefmarken und wir eben Feuerwehrfahrzeuge.“

Ausstattungsmerkmale seines Ausstellungsstückes waren ein eingebautes Notstromaggregat, Taucheranzüge nebst Pressluftflaschen, ein Zelt, in dem sich die Rettungstaucher umziehen konnten, und ein Gummiboot. Was solch ein Oldtimer wohl kostet? „Über Geld spricht man nicht“, wich Bühmann mit einem Lächeln im Gesicht galant aus.

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