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Vom Hippiewagen schweben Seifenblasen

Evesen / Erntefest Vom Hippiewagen schweben Seifenblasen

Es gibt Erntefeste, da passt alles. Die Wagen sind toll und ideenreich geschmückt, die Tänze flott und schön choreografiert.

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Trachtentanz und Erntekrone: In Evesen passt beim Erntefest wieder alles zusammen.

Quelle: mig

Evesen. All das trifft einmal mehr auf das Fest in Evesen zu, das – je oller, desto doller – zum 40. Mal in Folge stattgefunden hat. Petrus hatte ein Einsehen. Zum Jubiläum des Erntefestes herrschte echtes Kaiserwetter. Höhepunkt war der Umzug, der erst nach rund viereinhalb Stunden und zahlreichen Tanzstopps in der ehemaligen Großgemeinde am Festzelt endete.

 Zu danken hat die Gemeinde der rührigen Dorfgemeinschaft, die sich selbst übertroffen hatte. „Es war viel Arbeit, hat uns allen aber auch viel Spaß gemacht“, sagte Jörn Malsch. Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festes. „Vor allem bei der Party mit der MAX-Band war richtig was los. Wir hatten an allen Tagen viele Gäste.“

 Ebenfalls viel Zuspruch fand der Umzug, der die Wagen einmal durch die gesamte Großgemeinde (Röcke, Petzen, Berenbusch, Nordholz und Evesen) führte. Viereinhalb Stunden dauerte der „Marathon“, der nach einer letzten Parade am Festzelt endete. Noch einmal grüßten die verschiedenen Gruppen von oben herab, vom bunt dekorierten „Hippiewagen“ wehten Seifenblasen. Die vielen Hundert Menschen, die das Gelände säumten, waren begeistert.

 In einer kurzen Ansprache würdigte Bürgermeister Horst Schwarze dann die „ganz tolle“ Dorfgemeinschaft, die das Fest jedes Jahr wieder auf die Beine stelle. Dass das Erntefest jetzt zum 40. Mal in Folge stattfindet, sei nicht selbstverständlich, sagte er. Es brauche immer wieder „Leute, die sich dafür einsetzen und die dafür grade stehen.“ Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über den guten Zuspruch aus den umliegenden Orten und die „Reaktivierung des ehemaligen Eveser Krugs und jetzigen Schnitzelhauses.“ „Dieses Haus ist für unsere Dörfer sehr wichtig“, gab Schwarze zu verstehen. Und: „Ich wünsche den jetzigen Betreibern alles Gute.“

 Auf den nächsten Programmpunkt hatten schon alle gewartet: Die lustigen Erntereden von Yanneck Mumme (Ernteknecht) und Alina Theine (Erntemagd). Jeder bekam sein Fett weg, von Nico aus Evesen („Hat der Mann noch keine Kinder, reicht das Geld für sechs Zylinder! Fragt ihr euch jetzt gerade auch, wieso Nico seinen „Sechser“ verkauft?“) bis zur großen Politik („Es heißt ja nicht, dass man früher alles besser fand, aber bei der Großgemeinde stimmte immerhin der Kontostand.“)

 Weitere Themen waren Raiffeisen („Bei Raiffeisen wurde neu gebaut, man erkennt die vier Silotürme, wenn man zum Hafen schaut. Die alten Hafenbauten mussten weichen, jetzt haben wir neue Erkennungszeichen“.) und die Mühle („Wir bangen auch um unsere Mühle, hoffentlich kommt sie nicht weg bei dem ganzen Gewühle“).

 Nostalgie schwang mit, als Alina Theine auf die alte Großgemeinde zu sprechen kam: „Vor 40 Jahren war´s noch schön, auf den Ortsschildern konnte man die Schrift, ,Großgemeinde Evesen‘ sehen. Willy Luhmann war der letzte Gemeindevorstand, und jeder hatte noch Petzer Korn im Schrank. Die Feldwege und Gräben waren noch gut in Schuss, heute machen sie nur noch Verdruss.“

 Und die „Ernte 2014“? Mit der, reimte Alina Theine, war man „im Allgemeinen gut zufrieden, doch brachten Wind und Regen das Korn zum Liegen. Lagergetreide wird es in Fachkreisen genannt, es kriegt weniger Sonne, weswegen der Hektarertrag schwand.“

 Fazit: Ein Erntefest nach Maß, in Evesen kommt zusammen, was zusammen gehört – die ganze ehemalige Großgemeinde war auf den Beinen. mig

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