Müsingen (bus). „Dass es uns im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt gelungen ist, das Wahrzeichen der Gemeinde wieder in seinen Originalzustand zu versetzen, erfüllt mich mit besonderer Freude.“ In das schmale Gebäude hätten etliche Einwohner in den zurückliegenden Monaten eine beträchtliche Menge Eigenleistung investiert, Kameraden der Feuerwehr hätten das umgebende Gelände gründlich aufgeräumt. Die Grundsanierung soll im Frühjahr mit einem kleinen Fest vor Ort gebührend gefeiert werden. Ansonsten bucht der Ortsvorsteher die regelmäßig organisierten Veranstaltungen wie Schnatgang, Grützeessen und Adventsfeier sowie vor allen Dingen die im Dezember einberufene Einwohnerversammlung auf der Habenseite.
Im Verlauf der verhältnismäßig gut besuchten Versammlung sei allerdings deutlich geworden, dass die für Müsingen relevanten Themen sich nicht vom Jahreswechsel beeinflussen lassen. Soll heißen: „Bei unserem Hauptanliegen, dem Schutz und der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, sind leider keine wesentlichen Fortschritte erkennbar.“ Als ein Beispiel greift Heinrichsmeier die Bushaltestellen-Situation auf. „Eine Behörde schiebt die Schuld auf die andere, keiner fühlt sich verantwortlich, und die Kleinen bleiben auf der Strecke“, schildert er seine Sicht der Dinge. Frustrierend sei zudem, dass keiner der Angesprochenen konkrete Antworten gegeben habe.
„Falls sich in dieser Beziehung demnächst nichts tut, werden wir überörtliche Medien einschalten“, kündigt der Ortsvorsteher an. Während der Versammlung hatten die Teilnehmer ziemlich einhellig für eine mit allen Betroffenen abgesprochene Neuregelung plädiert, der zufolge die Müsinger Schüler nicht an der umstrittenen Haltestelle „Kreuzbreite“, sondern an einer der drei im Dorf respektive an der B65 vorhandenen Haltestellen abgeholt werden sollen.
Weitere Anregungen betrafen die Punkte Ausstattung der Querungshilfe Kreisverkehr Kreuzbreite/Hans-Neschen-Straße mit Zebrastreifen nebst entsprechenden Verkehrsschildern, das Überdenken der Radwegsituation im gesamten Gewerbegebiet sowie auf dem Abschnitt zwischen Kreisel und Bundesstraße 65, die Einhaltung der innerörtlich geltenden Geschwindigkeitsvorschriften und Sperrung des Wirtschaftsweges entlang des Flugplatzes mittels einer Treckerschleuse. „Baubereichsleiter Jörg Klostermann hat sich im Laufe der Zusammenkunft viele Notizen gemacht“, ruft Heinrichsmeier ins Gedächtnis, jetzt warte man in Müsingen auf Antworten und Ergebnisse.
Außerhalb der überwiegend verkehrspolitischen Problemfelder waren und bleiben die benachbarten Bundeswehr-Heeresflieger in Müsingen ein ausführlich erörtertes Thema. Der Ortsvorsteher verdeutlicht, dass in den Diskussionen durchaus unterschiedliche Meinungen zu vernehmen sind. Nicht alle stünden dem Verbleiben der Hubschrauber uneingeschränkt positiv gegenüber. Manche sprächen im Zusammenhang mit der „CH 53“ von „lärmenden Dreckschleudern“, andere brächten sogar Krebserkrankungen ins Gespräch.
Beinahe wunschlos glücklich ist Heinrichsmeier mit dem aktuellen Erscheinungsbild der Feuerwehr und hier insbesondere mit dem der Jugendfeuerwehr. Die Nachwuchsblauröcke hatten im Mai 2011 ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert und aus diesem Anlass die Stadtmeisterschaften ausgerichtet.
„Eine ganz tolle Veranstaltung, die damals unter der Regie des Leitungsteams Steffi Bruns und Kai Jost auf die Beine gestellt worden ist. Bei den Kindern und Jugendlichen läuft es richtig gut“, erklärt der Ortsvorsteher. „Sie bilden ein hervorragendes Team und ziehen alle an einem Strang.“
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