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„Weg zurück ins Leben“ steht Sven Seher jetzt offen

Nach Schädelhirntrauma: Spenden ermöglichen 48-Jährigem Therapie „Weg zurück ins Leben“ steht Sven Seher jetzt offen

Eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft hat unser Bericht über den schwer verletzten Sven Seher aus Heeßen ausgelöst.

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Für Sven Seher: Scheck des Bückeburger Kraftfahrzeug-MeisterbetriebsHans-Jürgen Kauffeld.

Quelle: jp

BÜCKEBURG/HEESSEN. Der 48-jährige Zahntechniker und Familienvater hatte durch ein schweres Schädelhirntrauma die Fähigkeit zur Bewegungssteuerung seines Körpers nahezu vollständig eingebüßt. Eine dringend benötigte Intensivtherapie zur Rückerlangung zumindest eines Teils seiner Bewegungsfähigkeit und damit eines selbst bestimmten Lebens wurde ihm von der Krankenkasse verweigert. Doch wie seine Ehefrau Andrea Seher jetzt mitteilte, sind inzwischen genügend Spenden eingegangen, um die Therapie möglich zu machen.

Insgesamt 1500 Euro beigesteuert hat beispielsweise die Aktion „Wir wollen helfen!“ der Bückeburger Firma Hans-Jürgen Kauffeld. Der Kraftfahrzeug-Meisterbetrieb aus der Hannoverschen Straße hatte seinen Kunden zwei Wochen lang einen Klima-Service zum Selbstkostenpreis angeboten. Den kompletten Umsatzerlös rundete Firmenchef Kauffeld auf die Summe von 1500 Euro auf, um sie Sven Seher und seiner Frau Andrea zur Verfügung zu stellen.

„Ich will endlich wiederselbstständig leben“

Übergeben will Kauffeld das Geld selbstverständlich persönlich. Der Begegnung mit seinem Jugendfreund sieht der Betriebschef mit großer Hoffnung, aber auch manch banger Erwartung entgegen: Denn gerade zurzeit geht es dem 48-Jährigen gesundheitlich alles andere als gut. „Mir hat das Wetter und die Hitze ziemlich zugesetzt. Das hatte zur Folge, dass ich ein paar Tage im Krankenhaus war und Infusionen bekommen habe“, schrieb Seher auf seinem öffentlichen Facebook-Blog „Da capo al fine – Mein Weg zurück ins Leben nach Schädelhirntrauma“, durch den er die Außenwelt an seinem schweren Schicksal teilhaben lässt und anderen Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen will, ihren Kampf nicht verloren zu geben. „Darüber hinaus geht mir gerade hier die Geduld verloren. Ich will endlich wieder selbstständig leben.“

Und genau das scheint durch die Spenden, die der Pressebericht ausgelöst hat, jetzt in den Bereich des Möglichen zu rücken: „Wir sind tief bewegt, mit so viel haben wir nicht im Traum gerechnet“, schrieb Ehefrau Andrea Seher vor wenigen Tagen öffentlich im Netzwerk Facebook. „Damit ist die Therapie vollständig aus Spenden bezahlt. Wir sind euch allen, die irgendwie an dieser Aktion beteiligt waren, soooo dankbar! Worte reichen nicht, um Ausdruck zu geben, wie viel das bedeutet. Danke, danke, danke!“

Für Sven Seher heißt das konkret, dass er sich im kommenden September auf den Weg ins Adeli Medical Center in der Slowakei machen kann. Auf seinen Weg zurück ins Leben. jp

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