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Weniger Tiere, großes Interesse

Berenbusch / Geflügelzüchter Weniger Tiere, großes Interesse

Gleichbleibendes Züchterinteresse, aber deutlich weniger Ausstellungstiere – das ist die Quintessenz der diesjährigen Grenzland-Rassegeflügelschau in Berenbusch-Nordholz.

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Manfred Dralle (links) überreicht der Hausherrin, Kelder-Chefin Christiane Fründt, und Senior-Chef Augustinus Mars eine Torte zum 60-jährigen Bestehen des Busreiseunternehmens Kelder.

Quelle: jp

Berenbusch. Zum zwölften Mal konnte der veranstaltende Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg dazu auf die für diese Zwecke geradezu optimalen Hallen des Busreiseunternehmens Kelder zurückgreifen. Mit Blick auf die Zukunft dürfte sich diese Möglichkeit, die der Rassegeflügelzuchtverein im Jahr 2002 nach seinen bisherigen Ausstellungen im Zelt am Eveser Sportplatz erstmals beim Schopfe ergriff, zu einem der größten Glücksfälle in der mittlerweile mehr als 125-jährigen Geschichte des Vereins entwickelt haben.

 Dass die Zahl der ausgestellten Tiere mit 470 Hühnern, Gänsen, Tauben und Enten gegenüber dem Vorjahr mit mehr als 600 so deutlich zurückfiel, macht dem Vereinsvorsitzenden Manfred Dralle indes wenig Kopfzerbrechen. Grund sei keinesfalls ein nachlassendes Interesse an der Grenzland-Schau, so Dralle bei der Eröffnung, ganz im Gegenteil: „Wir haben sogar gegenüber letztem Jahr fünf neue Aussteller hinzugewonnen.“ Die zurückgegangene Tierzahl sei schlicht auf eine terminliche Überschneidung mit mehreren großen überregionalen Geflügelschauen im Bereich Ostwestfalen und Hameln zurückzuführen, die viele Züchter veranlasst habe, den Großteil ihrer Tiere dort auszustellen. Dralle: „Dadurch konnten wir hier einmal richtig durchatmen und die Käfigreihen weniger eng gruppieren als letztes Jahr.“

 Besonders positiv bewerteten der Vereinsvorsitzende und der Schirmherr der Geflügelschau, Ortsbürgermeister Horst Schwarze, den Umstand, dass die Jugendgruppe des Vereins wieder mit gleich hoher Tierzahl vertreten war. Befürchtungen, dass die Zahl von Züchtern und Ausstellungstieren auf der Grenzlandschau in den nächsten Jahren generell zurückgehen könnte, seien daher unbegründet.

 Ganz so positiv wollte Wilhelm Struckmann, Kreisvorsitzender der Schaumburger Rassegeflügelzüchter, die Zukunft nicht sehen: „Insgesamt wird es nahezu überall weniger, da können wir uns drehen und wenden, wie wir wollen“, konstatierte er mit Blick auf die Gesamtsituation der Rassegeflügelzucht in Deutschland. Für Bürgermeister Reiner Brombach gilt da das Prinzip Hoffnung: „Wir wünschen allen heimischen Geflügelzuchtvereinen, dass Sie die Überalterung in den Griff kriegen.“

 Ein kleines Geburtstagspräsent in Form einer Marzipantorte mit einer „60“ darauf gab es für die Hausherrin, Kelder-Chefin Christiane Fründt, und Senior-Chef Augustinus Mars. Der Grund: Das Busreiseunternehmen mit Sitz am Mittellandkanal, das dem Rassegeflügelzuchtverein Bückeburg seit 2002 seine Hallen für dessen Grenzland-Schau zur Verfügung stellt, kann in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Bestehen zurückblicken. Senior-Chef Mars bedankte sich dafür mit warmen Worten bei den Rassegeflügelzüchtern: „Ihr seid für uns wie eine große Familie.“ jp

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