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Wer muss für den Schaden aufkommen?

Rechtsstreit mit Autowerkstatt Wer muss für den Schaden aufkommen?

Seit bald zweieinhalb Jahren liegt Christel Szafraniak nun schon im Clinch mit einer Bückeburger Autowerkstatt, bei der sie ihren Ford Fusion Ende Oktober 2014 zur Reparatur gegeben hatte. Grund hierfür waren gelegentliche Probleme mit dem Automatikgetriebe ihres Kleinwagens.

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Das Auto von Christel Szafraniak ist seit Anfang November 2014 nicht mehr fahrbar– wer dafür verantwortlich ist, das ist Gegenstand eines noch laufenden Rechtsstreites.

Quelle: wk

Heeßen/Bückeburg. Der Schaltvorgang brach immer mal wieder plötzlich ab, sodass sich die Drehzahl erhöhte. Weil dies auf Dauer kein Zustand war, mit dem sie leben wollte, suchte die Heeßerin besagte Fachwerkstatt auf, um das Fahrzeug (Erstzulassung 2003) reparieren zu lassen.

Von einem Werkstattmitarbeiter, der ihren Ford dort unter die Lupe genommen hatte, sei ihr zunächst der Austausch der Fahrzeugbatterie empfohlen worden, berichtet die 60-Jährige. Doch geholfen habe dies nicht. Ergo wurde das Auto kurz darauf wieder in die Werkstatt gebracht, von der sie dann Anfang November 2014 die Info erhielt, dass man nun einen Defekt eines elektrischen Steuergerätes sowie einen Fehler in der Elektronik eines Airbags festgestellt habe. So jedenfalls ist es der inzwischen zentimeterdicken Akte zu entnehmen, die Christel Szafraniak zu diesem Vorgang führt und in der sie alle ihr bislang zugegangenen Schreiben ihres Anwaltes nebst Anlagen abgeheftet hat.

Steuergerät von Fachfirma aus Hannover repariert

Um Geld zu sparen, ließ sich der Ehemann von Christel Szafraniak daraufhin das betroffene Getriebesteuergerät von der Bückeburger Autowerkstatt aushändigen und gab dies bei einer Fachfirma in Hannover zur Reparatur: Dort habe er lediglich rund 300 Euro für die Reparatur bezahlen müssen, erklärt der 64-Jährige. Anschließend habe er das Gerät wieder bei der Bückeburger Autowerkstatt abgegeben, um es in den Ford einbauen zu lassen.

Doch danach habe sich der Motor nicht mal mehr starten lassen, führt Ingolf Szafraniak weiter aus. Warum, dafür habe die Werkstatt keine Erklärung gehabt.

Die weitere Entwicklung grob zusammengefasst: Gestritten wird darüber, wer für diese Misere verantwortlich ist. Die beiden Heeßer sowie der von Christel Szafraniak beauftragte Rechtsanwalt meinen, dass die Bückeburger Autowerkstatt dafür aufkommen muss, da das Fahrzeug dort seinen Dienst quittiert hat. Die ebenfalls anwaltlich vertretene Gegenseite indes steht auf dem Standpunkt, dass die Montage des Getriebesteuergerätes seitens der Bückeburger Autowerkstatt fehlerfrei erfolgt ist. Zudem habe die von Ingolf Szafraniak konsultierte Fremdfirma (Hannover) die Software auf das Gerät aufgespielt, somit hafte die Werkstatt hierfür nicht.

Amtsgericht gibt zweites Gutachten in Auftrag

Ein zwischenzeitlich vom Amtsgericht Bückeburg beauftragter (zweiter) Sachverständiger hat laut Gutachten vom Dezember 2016 festgestellt, dass das Getriebesteuergerät durchaus durch die Werkstatt beschädigt worden sein könnte.

So sei ein Softwareverlust an einem Getriebesteuergerät möglich, wenn es „im Verlauf des Anlernens zu Spannungsproblemen durch zum Beispiel fehlerhaftes Schalten der Zündung oder der Batteriespannung selbst gekommen sein“ sollte. Aber, so der Sachverständige in seinem Gutachten: „Die Beschädigung war zum Untersuchungszeitpunkt nicht mehr vorhanden und kann somit nicht weiter beurteilt werden.“

Eine abschließende Entscheidung des Amtsgerichtes liegt Christel Szafraniak bislang noch nicht. Ihr Ford ist nach wie vor fahruntüchtig: „Für das Auto, so wie es da steht, kriegt man ja nichts mehr“, kommentiert die 60-Jährige dessen Verkehrswert. Auch deswegen hofft sie, die juristische Auseinandersetzung mit der Bückeburger Autowerkstatt zu gewinnen. wk

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