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Wies’n-Stimmung beim Erntefest

Evesen Wies’n-Stimmung beim Erntefest

40 Jahre und kein bisschen leise – so lassen sich drei Tage Erntefest in Evesen wohl am besten zusammenfassen. Vom „Eveser Wies’n-Zauber“ (mit bayerischem Büfett und Livemusik von „Bayernmän“) bis zum Umzug am Sonntag (mit weit mehr als 30 Wagen) war die Geburtstagsveranstaltung bestens besucht.

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Im Zeichen der Erntekrone halten Ernteknecht Dennis Ehrhardt und Erntemagd Mareike Möller gleich die Ernterede.mig(2)

Evesen. Das bisschen Regen hat weder Pastor Heinz Schultheiß noch Bürgermeister Horst Schwarze sonderlich beeindruckt. „Solange das Zelt nicht wegschwimmt...“ Höchst zufrieden, vor allem mit dem Freitag, war auch Yanneck Mumme, der neue Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. Bei der „Eveser Wies’n“ sei unglaublich viel los gewesen: „Da waren über 700 Leute, die buchstäblich auf den Tischen getanzt haben.“

Zu diesem besonderen Erntefest in Evesen (40 Jahre ohne Unterbrechung) waren sie alle da: die Gäste aus den umliegenden Ortschaften, der Pastor und der Bürgermeister und natürlich die Eveser selbst. Drei Tage galt in der Großgemeinde der „Ausnahmezustand“, bis die „tollen Tage“ am Sonntag mit einem über vierstündigen Zug durch sämtliche Ortsteile endete. Und der war, trotz des einsetzenden Regens durchaus gut besucht. An den einzelnen Stationen warteten Hunderte von Zaungästen auf die bunt geschmückten Wagen, ein kleiner Tross Kinder immer vorneweg. Zu sehen gab es auch diesmal wieder so einiges, die einzelnen Gemeinschaften und Vereine hatten sich wirklich alle Mühe gegeben. Der Trend ging auch in diesem Jahr zum Mottowagen, Themen wie „Safari“ (mit einem von Kopf bis Fuß dunkel geschminkten Herrn) oder „Western“ (mit Cowboyhut) kamen beim Publikum gut an. Mumm, Chef der Dorfgemeinschaft Evesen, die das Erntefest ausrichtete, war jedenfalls höchst zufrieden: „Die Stimmung ist einfach hervorragend, es war und ist wieder ein Super-Erntefest.“ Eine gute Resonanz hat laut Mumme auch der „Wies’n-Zauber“ erfahren, der in diesem Jahr in dieser Form zum ersten Mal ausgerichtet worden ist. Mehr als 700 Leute seien gekommen, viele davon im Dirndl und im Janker: „Die Leute haben buchstäblich auf den Tischen getanzt“, freute sich Mumme.

Gute Stimmung herrschte aber auch am Sonntag beim Empfang des Umzugs am Festzelt. Bürgermeister Horst Schwarze begrüßte die Menge mit einem „Dank an die Dorfjugend, dass sie das Erntefest vor 40 Jahren angefangen und es über die Generationen bis heute fortgeführt hat“. Es habe zwar einige Neuerungen gegeben, „aber die Zahl der Besucher, die heute gekommen sind, zeigt ja, dass alles in Ordnung ist“. Schwarze gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Fest von Generation zu Generation immer weiter gereicht werde. Das überhaupt gefeiert werden könne, so Schwarze weiter, sei nicht selbstverständlich, „vor allem wenn wir uns die Weltlage anschauen“. Ähnlich nachdenklich äußerte sich Pastor Heinz Schultheiß, der davon sprach, dass man nur dann „feste feiern“ könne, wenn man wisse, wo man stehe und wo man herkomme. Mindestens genauso wichtig sei, dass die Menschen, „die zu uns kommen, eine Heimat bei uns finden“.

Lauter Beifall leitete dann einen der Höhepunkte des Erntefestes ein, die Ernterede von Ernteknecht Dennis Ehrhardt und Erntemagd Mareike Möller. Thema dabei: beispielsweise das erste Erntefest vor 40 Jahren. „1974 traf man sich bei Heini im Krug und beschloss, nächstes Jahr gibt es auch hier einen Umzug“, dichtete das Erntepaar. „So mancher kann es auch bekunden, was waren das für schöne Stunden.“ Und in Sachen „Ernte“: „Das Ernten war nicht so der Hit. Denn das Wetter spielte oft nicht mit. Doch die Bauern nutzten jeden Sonnentag. Und so war die Ernte auch gar nicht so karg.“ Ein gemeinsamer Dank ging an den „Förderkreis Erntekrone“: Die „lustigen Alten“ hätten die Krone im „Nu gebunden.“ Kurzum: „Alte Eveser auf euch ist Verlass. So macht die Zeit vorm Erntefest Spaß.“ mig

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