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Bückeburg Ortsteile Wohnraum statt Biogas
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00:16 27.10.2016
Sägewerk Möller: Das Werksgelände soll Baugebiet werden.
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AHNSEN

Grundsätzlich verfolgt diese Änderung im Bereich der Gemeinde Ahnsen das Ziel, die baurechtlichen Voraussetzungen für Wohnbebauung an drei Stellen zu schaffen, an denen dies bislang nicht möglich war. Dabei handelt es sich vor allem um zwei ehemalige Industriegelände. Die Rede ist vom Noggerath-Gelände sowie vom Areal des einstigen Sägewerks Möller. Heute liegen Gebäude und Flächen brach. Über eine Nachnutzung wird in beiden Fällen von den jeweiligen Eigentümern nachgedacht.

Etwas anders verhält es sich mit einer Fläche, die im Winkel von Obernkirchener Straße (Kreisstraße) und Krainhäger Straße auf Ahnser Gebiet liegt, und zwar dort, wo vor seinem Abriss das abgebrannte Bauernhaus stand. Zurzeit ist der Bereich als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Weil für den Bereich kein Bebauungsplan besteht, dürfte die Fläche, auf der einst das Bauernhaus stand, wieder bebaut werden.

Baulücke soll mit Wiese geschlossen werden

Gemeinde und Samtgemeinde denken jedoch nicht nur an den Eigentümer besagter Immobilie, der dort gerne für einen Interessenten ein Wohnhaus mit angegliedertem, nicht störendem Handwerk errichten lassen möchte. Die Planer hatten darüber hinaus angeregt, entlang der Straße einen etwa 50 Meter tiefen, bislang als Wiese genutzten Streifen ebenfalls als Wohnbaufläche auszuweisen. Auf diese Weise soll die Baulücke geschlossen werden, die sich bislang von der Straßenkreuzung bis hinauf zum abgebrannten Haus auftut.

„Durch diese neue Festsetzung sichern wir zum einen, dass Bebauung der Aue nicht zu nahe kommt“, erläutert Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann. Andererseits sei es künftig unmöglich, das abgerissene Bauernhaus wieder aufzubauen – und mit einer Biogasanlage zu versehen. Das geltende Baurecht ließe das nämlich durchaus zu.

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