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Wolf gesellt sich zu Jagdgenossen

Hauptversammlung in Rusbend Wolf gesellt sich zu Jagdgenossen

Wenn derzeit Jäger oder Jagdgenossen zusammenfinden, dauert es zumeist nur eine kurze Weile, bis sich der Wolf zu ihnen gesellt – als Thema, versteht sich. Das war auch im Rahmen der im Rusbender „Schäferhof“ tagenden Generalversammlung der Jagdgenossenschaft Meinsen der Fall.

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Ernst Baumann (von links), Friedhelm Vauth und Horst Bauer bilden den Vorstand der Jagdgenossenschaft Meinsen.

Quelle: bus

Rusbend. „Vor wenigen Jahren haben wir Reden über die Rückkehr des Raubtiers noch als Kasperei betrachtet, jetzt steht der Wolf gewissermaßen vor unseren Haustüren“, gab Jagdpächter Thomas Vauth zu verstehen. Man müsse sich jetzt auch hierzulande Gedanken über die Art einer möglichen Bejagung machen. Falls sich ein Rudel der sagenumwobenen Spezies – was wegen der geringen Größe des Forstes eher unwahrscheinlich, aber dennoch denkbar sei – den Schaumburger Wald als Domizil aussuche, ginge dies auch mit erheblichen Wertminderungen einher.

 Der eindeutige Existenznachweis der im „geschnürten Trab“ laufenden Vierbeiner wird in der Regel über Spuren wie Fährte, Losung oder Riss geführt. Isegrim hinterlässt acht bis zehn Zentimeter messende Trittsiegel. Die oft an exponierten Stellen abgesetzte Losung von Canis lupus enthält häufig Haare, Schalenreste, Knochen oder Zähne. Bei der Identifizierung über einen Riss ist indes Vorsicht angezeigt, denn immer wieder verschleiern Nachnutzer wie Fuchs, Rabe oder Wildschwein das Bild.

 Apropos Wildschwein: Die Borstenviecher standen mit 25 Stück in der Streckenbilanz der Jagdpächter Vauth, Eberhard Falch und Ralf Everding obenan. Darüber hinaus verzeichnete die Liste unter anderem 14 Stück Rsieben Fasane, zwei Dachse, 41 Stockenten und 42 Rabenkrähen.

 Da die Regularien wie etwa die Festsetzung des Jagdgeldes (sechs Euro pro Hektar) rasch erledigt und Neuwahlen des Vorstandes (Vorsitzender Friedhelm Vauth, Kassierer Ernst Baumann, Schriftführer Horst Bauer) nicht auf der Tagesordnung standen, blieb der Versammlung Zeit zur Erörterung weiterer jagdlicher Themen.

 Mit Blick auf die Politik der rot-grünen Landesregierung sind der Einschätzung etlicher Teilnehmer zufolge gravierende Einschnitte zu erwarten. „Erlasse und Verordnungen, mit denen wir nicht ganz glücklich sind“, verdeutlichte Vauth. Zudem gab Ortsbürgermeister Dieter Wilharm-Lohmann den Termin des Meinsen-Warberaner Schnatgangs bekannt. Die in diesem Jahr gemeinsam mit der örtlichen Jägerschaft veranstaltete Besichtigungstour ist für Sonnabend, 19. September, vorgesehen. bus

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