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Zum Ende ein neuer Rekord

Erntefest Zum Ende ein neuer Rekord

„Das Beste kommt immer zum Ende“, hat Reiner Brombach den Veranstaltern des "Cammeruner" Erntefestes ein dickes Kompliment gemacht. „Es ist ganz toll, wie diese Tradition hier aufrechterhalten wird und wie selbst die Jüngsten mitmachen“, ergänzte Bückeburgs Bürgermeister.

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Aufmarsch zum Tanzstopp: Im Mittelpunkt des Geschehens steht stets die Erntekrone.

Quelle: bus

Cammer. Angesichts des Engagements der organisierenden Dorfjugend bestehe die berechtigte Hoffnung, „dass es auch in den kommenden 20, 30 und 40 Jahren erfolgreich weitergehen wird“.

Hans-Georg Terner stellte heraus, dass die Brauchtumsveranstaltung in diesem Jahr zum 71. Mal in ununterbrochener Reihenfolge auf die Beine gestellt worden ist. Was 1947 mit selbst gebranntem Schluck und 40 Bund Roggen als Gage für die Kapelle seinen Anfang genommen habe, sei in seiner aktuellen Ausgabe erneut reif für die Rekordbücher.

Womit der Ortsbürgermeister insbesondere auf die Zahl der Wagen des großen Festumzugs anspielte. „Wir haben in diesem Jahr die Zahl noch einmal gesteigert und 42 Gespanne gezählt, so viel wie noch nie“, erklärte Terner.

Die musikalisch von der Schaumburger Trachtenkapelle begleitete Rundreise führte vom Dorfgemeinschaftshaus über die Stationen Erntebauernpaar Kristina und Matthias Kellermeier (Cammer Brink), Hof Prange (Im Grund), Schuhhaus Niemann (Friller Straße) und Hof Wehrmann (Am Tonloch) zurück zum Ausgangspunkt.

Ein Dutzend Nachbarn mit dabei

Mit dabei waren außer Gruppen aus den Nachbardörfern Cammer und Päpinghausen Delegationen aus Meinsen-Warber, Frille, Heeßen, Wülpke, Südhorsten, Rusbend, Evesen, Aminghausen, Scheie, Nammen, Niedernwöhren und der Bückeburger Kornmasch.

Während der von vielen Gästen besuchten Stopps kamen im Anschluss an den Einmarsch der Erntekrone zahlreiche Tänze zur Aufführung. Dabei spendierte das Publikum speziell der Kindertrachtengruppe reichlich Beifall. Die jungen Trachtenträger wussten mit „Heufahrer“, „Sternpolka“ und „Seben Ellen Bottermelk“ für sich einzunehmen.

Unterdessen prägten nicht nur Volkstanztöne und tiefes Traktor-Tuckern die Umzugsszenerie. Immer wieder mischten sich auch schrille Mädchenschreie und stampfende Party-Beats in die ausgelassene Fröhlichkeit. „Die ungezwungene Party-Atmosphäre gehört heutzutage einfach dazu“, erklärte Terner.

Gut besucht

Was der Ortsbürgermeister auch auf die in der früheren Diskothek „Cammer 26“ gefeierte Revivalparty bezog, die am Freitag die Ausklangveranstaltung der Bückeburger Erntefestsaison eröffnet hatte. Sowohl die Party als auch der am Sonnabend von der Liveband „Steam“ bestrittene Tanzabend seien sehr gut besucht gewesen, berichtete Dorfjugendvorsitzender Nico Stahlhut.

Am Festsonntag stand zunächst ein Mollenfrühstück auf dem Programm. Während des Umzugs konnte im Dorfgemeinschaftshaus eine üppig ausgestattete Cafeteria besucht werden.

Im Anschluss an die Rückkehr der fein herausgeputzten Festfahrzeuge waren nicht nur die Ansprachen von Terner und Brombach, sondern auch die von Celina Wieggrebe und Lucas Rost gehaltene Ernterede zu hören, die das örtliche Geschehen der zurückliegenden zwölf Monate humoristisch Revue passieren ließ.

Bürgermeister Terner nahm das 70-jährige Bestehen der Festivität zum Anlass, um das Engagement der Erntefest-Urgesteine Fritz Rösener (Präsident von 1953 bis 1955) und Fritz Spannuth (1955 bis 1980) zu würdigen. Im Anschluss an die Anerkennung beschlossen die von allen teilnehmenden Gruppen im Saal von „Cammer 26“ getanzten „Heufahrer“ und „Obernkirchener“ sowie ein von Discjockey „JaNyk“ gestalteter „Tanz up de Deel“ den insgesamt dreitägigen Festreigen. bus

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