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Zweifel am Erfolg eines Umzugs der Grundschüler

Cammer / Wechsel findet keinen Befürworter Zweifel am Erfolg eines Umzugs der Grundschüler

Im Ortsrat Cammer wird dem in Bückeburg in der Diskussion stehenden Vorhaben, Cammeruner Kinder zukünftig in die Grundschule Meinsen zu schicken, wenig Gegenliebe entgegengerbacht. Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner äußerte erhebliche Zweifel am Erfolg dieses Umzugs.

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Nach Auffassung der Lokalpolitiker stellt Meinsen keine erstrebenswerte Richtung für die Cammeruner Grundschulkinder dar.

Quelle: bus

Cammer (bus).  Mit Blick auf die starke Prägung der Bürger aus Cammer hin zu den westfälischen Nachbargemeinden vermutete der Ortsvorsteher, „dass im Endeffekt relativ wenig Kinder in Meinsen ankommen“ würden. Terner führte zudem aus, dass die in den zurückliegenden Jahren verzeichneten Einschulungszahlen (sieben bis zehn pro Jahr) in der Zukunft stark zurückgehen werden. Aktuelle Erhebungen der Bückeburger Verwaltung zufolge lauteten die Zahlen für die bevorstehenden sechs Jahre: sechs, drei, vier, sieben, drei, vier. „Dass es so wenige sind, hat mich total überrascht, aber das ist der derzeitige Stand der Dinge“, erläuterte der Ortsbürgermeister.

 Der Ortsbürgermeister gab darüber hinaus zu bedenken, den Blick nicht allein auf die Grundschulen zu richten. „Wir benötigen unbedingt ein Gesamtkonzept, das die weiterführenden Schulen mit einschließt“, betonte Terner. Zumal mit der Zusammenführung von Haupt- und Realschulen (in Nordrheinwestfalen zur Sekundarstufe II, in Bückeburg zur Oberschule) ein Bruch in der Schullandschaft bevorstehe. Hinzu komme: „80 Prozent der Eltern arbeiten in Nordrhein-Westfalen, und dadurch entstehen immer wieder Diskrepanzen mit den Schul- und den Betriebsferien.“

 Schließlich seien die Kosten in Betracht zu ziehen. Die Stadt Bückeburg bezahlt nach Angaben des Ortsbürgermeisters gegenwärtig etwa 26000 Euro Schulgeld im Jahr für den Grund- und Hauptschulbesuch der Cammeruner Kinder an die Stadt Petershagen. Im Landkreis Schaumburg betragen die Gesamtkosten für die Schülerbeförderung etwa 40000 Euro – pro Schultag. Im Ortsrat Cammer herrschte Einvernehmen darüber, „die Situation nicht mit einem Schnellschuss lösen“ zu können. Eine Stimme, die den Wechsel der Cammeruner Schulkinder von Frille nach Meinsen befürwortete, war während der Zusammenkunft indes nicht zu vernehmen.

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