In den vergangenen Wochen war die Baumexpertin der Stadt, Christiane Matthaei, im Stadtgebiet unterwegs, um zu prüfen, wo noch etwas gepflanzt werden kann. Besonders wichtig war dabei, auch die Standorte eingehender zu untersuchen. Denn: Nicht jeder Baum ist für jeden Standort geeignet. Auf eine Südseite vor einer Hausfassade sind andere Baumarten gefordert als auf einer schattigen Nordseite. Und in eine enge Altstadtstraße passen keine breitkronigen, hochwachsenden Bäume, hier sind die kleinen, schmalwüchsigen Arten gefragt.
Neben der Standortwahl, die gut wachsende Bäume garantiert, wird die Stadt in Zukunft bei der Pflege der Bäume ein neues Konzept umsetzen. Geschnitten wird jetzt von Anfang an, zu den Zeiten, wo der Baum noch klein ist, erzogen und per Leiter erreicht werden kann, ohne schwere Maschinen und Steiger. „Wolbecker Schnittverfahren“, nennt sich diese Vorgehensweise, wie der Baubereichsleiter erläuterte.
Am Anfang würden die so geschnittenen Bäume etwas ungewöhnlich aussehen, räumte er ein. Später würde diese Art der Pflege aber eine erhebliche Kostenminderung für die finanziell klamme Stadt bedeuten. Es gebe weniger bruchgefährdete Bäume oder weniger Totholz in den Kronen, was wiederum bedeute, dass seitens der Mitarbeiter des Bauhofs weniger Kontrollen erforderlich sind. Klostermann: „Bei allem, was wir anpflanzen, müssen wir uns über die Folgekosten im Klaren sein.“
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