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1000 Kilometer Anreise

Auf den Spuren der Väter 1000 Kilometer Anreise

Dass etliche Bückeburger außergewöhnliches Engagement an den Tag legen, um dem Bürgerschießen zum Erfolg zu verhelfen, dürfte nur Außenstehende überraschen. Dass eine Familie indes insgesamt rund 1000 Kilometer zurücklegt, um am Festgeschehen teilzuhaben und es tatkräftig zu unterstützen, kommt gewiss einem eher seltenen Umstand gleich.

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Fahnenträger Michael Nebel ist bei der Bundeswehr in Leipzig, wohnt in Gera und legt somit rund 400 Kilometer zurück.

Quelle: bus

Bückeburg. Dabei fällt Familiensenior Dieter Nebel mit weit weniger als einem Kilometer nicht einmal nennenswert ins (Entfernungs-)Gewicht. Dessen Sohn Michael, der in Leipzig beim Ausbildungskommando des Heeres beschäftigt ist und in Gera wohnt, hingegen legt für die Teilnahme am Bürgerschießen rund 400 Kilometer zurück. Für den Fahnenträger der zweiten Kompanie ist die weite Reise nichts Besonderes. „Für mich als Kind der Altstadt, das in der Kompanie groß geworden ist, stellt das aktive Mittun eigentlich eine Selbstverständlichkeit dar“, erklärt der Bundeswehr-Oberstleutnant.

 Michael Nebel – im Bürgerbataillon als Oberstabszugführer eingestuft – nennt die Pflege von Tradition und Nachbarschaft sowie das Treffen von Freunden und Bekannten als wichtige Antriebe. „Falls es die Zeit erlaubt, komme ich auch zu den vom Bataillon oder dem Dr.-Witte-Rott ausgerichteten Grünkohlessen“, erläutert der Fahnenträger.

 Die aktuelle Auflage des Bürgerschießens gefällt dem „Auswärtigen“ bislang ausgenommen gut. „Der Spagat zwischen Tradition und Fortschritt ist in bemerkenswerter Art und Weise gelungen.“ Vor allen Dingen der offene Charakter des Marktplatzes lade viele Bürger zum Mitmachen ein. Mit von der Partie ist auch Sohn Niklas, der bei der Anreise rund 600 Kilometer zwischen seinem Wohnort im oberbayerischen Weilheim und der Ex-Residenz überwunden hat. Der 22-Jährige kommt in der zweiten Kompanie als Fahnenbegleiter zum Einsatz.

 „Auf solche Familien kann man aufbauen“, meint Kompaniechef Hartmut Michaelis. „Nebels sind eigentlich immer dabei, egal wo sie gerade wohnen und wie viel Urlaub sie nehmen müssen.“ Wenn man von Kindesbeinen an mit dem Bataillon und dem Bürgerschießen aufgewachsen sei, führt Stadtmajor Martin Brandt aus, sei das im Prinzip nichts Außergewöhnliches. „Viele machen das, wie auch ich, nicht zuletzt ihren Vätern zuliebe.“ bus

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