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Bückeburg Stadt 109 Angebote an 34 Orten
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21:17 05.09.2017
„Lange Nacht der Kultur“: Tausende Besucher werden in der illuminierten Innenstadt erwartet. Quelle: ARCHIV
BÜCKEBURG

Alles ist vorbereitet, ein umfangreiches Programm wurde zusammengestellt, und stolz verkünden die Organisatoren, dass auch dieses Jahr wieder eine Anzahl neuer „Aktiver“ zu dem bewährten Team gestoßen sind, um die „Lange Nacht der Kultur“ am Freitag, 22. September, ab 18 Uhr noch attraktiver zu machen.

In diesem Jahr werden an 34 Örtlichkeiten 109 Programmpunkte geboten auf die mit den in den kommenden Tagen folgenden Kurzschilderungen, Appetit gemacht werden soll. Beginnen und enden wird die „Lange Nacht“ wie immer auf dem Marktplatz.

„Getanzte Walzermelodien“

Bei der Eröffnung mischt die Tanzschule Voges mit einer bunten Sequenz aus dem laufenden Programm mit. „Von den Minis zu den Fortgeschrittenen“ heißt der Auftritt. Wer nach diesem Bonbon nach mehr verlangt, kann das Können der Elevinnen gleich danach im Forum des Hubschraubermuseums bewundern. Dort gibt es ab 19 Uhr „Getanzte Walzermelodien“ zu bewundern. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Reiner Brombach wird eine weitere Tanzgruppe auftreten.

Der Rock-‘n‘-Roll-Club „Lollipop“ des TSC Blau-Gold Röcke stellt mit seinen dynamischen und akrobatischen Paar- und Formationstänzen einen starken Kontrast zum zuvor Gesehenen dar. Es schließt sich der Kinderchor des Schaumburger Jugendchores an, der sein Publikum auch gleich locken will zu seinem Konzert ab 19 Uhr in dem Vortragssaal des Landesarchivs im Ostflügel des Schlosses.

Schlagfertigkeit und Witz mit den „Playburgern“

Die „Playburger“ folgen. Diese unkomplizierte Bühnentruppe hatte auch schon im Vorjahr mit ihrer Schlagfertigkeit und Witz das Publikum begeistert. Jetzt behaupten sie: „Und trommeln können wir auch“, bevor sie zu ihrem Auftrittsort enteilen, dem Haus Di Noto an der Schulstraße.

Wer in diesen brisanten politischen Zeiten eine Meinung zu einem Problem oder einem Vorgang hören möchte, kann zu einem Vortrag von Peter Sahla gehen. Der Enkel von Richard Sahla lebt in der Nähe von London und arbeitet als freier Mitarbeiter für die BBC sowie als Buchautor. Ein exzellenter Kenner der Briten also. Er setzt sich kritisch mit dem Brexit auseinander. In seinem Vortrag fragt er: „Großbritannien – planlos im Chaos?“ Eine Einschätzung folgt ab 19 Uhr im Historischen Ratssaal.

Gleich danach, ab 20 Uhr, tritt Diane Bingel im Joël-Le-Theule Saal an. „Was verbindet Respekt mit politischer Kultur?“, fragt sie. Welche wirtschaftlichen Folgen können aus dieser Verknüpfung erwachsen? Die vielfältigen Antworten und Aspekte auf diese Fragen entnimmt die Diplom-Volkswirtin ihrem Buch „Fabel(-hafte) Politik – Eine Erzählung“.

Mischlinge sorgen für launige Stimmung

Wer es dann doch etwas launiger und lockerer hören möchte, muss den Ort nicht wechseln. Ab 21 Uhr werden die „Mischlinge“ zum zweiten Mal an diesem Abend feststellen: „Falsch – falscher – am falschesten, oder einfach: Fake Dir was!“ Das echte Schaumburger Amateurkabarett versucht es, wie immer genau auf den Punkt zu bringen.

Auch sehr kritisch, aber mit seinem leisen, hintergründigen Humor, angenehm und liebevoll vorgetragen, bringt der frühere hannoversche Landesbischof und Abt in Loccum, Horst Hirschler, seine Themen an den Mann und die Frau. Ab 20 Uhr: „Luther vor Worms – aufmüpfiger geht‘s kaum!“ Von 21 Uhr an: „Luther nach 1522 – Die neue Alte Kirche!“ Beide Vorträge finden im Historischen Ratssaal statt.

Die Freimaurerloge Albrecht-Wolfgang wartet darauf, im gleichen Raum ab 22 Uhr über die Rituale der Freimaurer zu sprechen. Das Thema der Logenbrüder lautet: „300 Jahre Freimaurerei in Deutschland“. War es doch ihr Namensgeber, der Schaumburger Graf Albrecht-Wolfgang aus Bückeburg, der maßgeblich an der Einführung dieser Philosophie in Deutschland beteiligt war. r