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1224 Kilometer oder 80 Stunden auf dem Rad

Bückeburg / Sport 1224 Kilometer oder 80 Stunden auf dem Rad

Der Bückeburger Extrem-Radfahrer Max Holz hat sich eine neue Herausforderung gesucht. Er nimmt am 21. August am Langstreckenrennen Paris-Brest-Paris teil. Es wird seit 1896 ausgetragen und gilt heute als das älteste noch ausgetragene Radrennen der Welt. Die Strecke führt über 1224 Kilometer, die es an einem Stück zu bewältigen gilt. „In 80 Stunden will ich durch sein“, setzt sich Holz als Ziel: „Die richtig Heißen schaffen die Strecke in 42 bis 43 Stunden und fahren im Stück durch.“

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Max Holz stellt sich einer neuen Herausforderung: 1224 Kilometer auf dem Rad will er in 80 Stunden schaffen. © rc

Bückeburg (rc). Holz will es dagegen etwas „bequemer“ angehen lassen. An den Stempel- und Verpflegungsstationen sind längere Pausen eingeplant. Wenn es geht, will er auch die eine oder andere Stunde schlafen. Begleitet wird er vom Bückeburger Uwe Pöhler, der mit nach Paris in die Normandie nach Brest und zurück nach Paris fährt – im Auto.

Derzeit steckt Holz mitten in den Vorbereitungen zu der Tour, aus der einst die Tour de France entstand. Besonders häufig ist er im Kalletal und im Extertal anzutreffen, weil die dortigen Strecken mit ihren An- und Abstiegen sehr dem Profil der französischen Fernfahrt entsprechen. 6000 Trainingskilometer hat er in diesem Jahr bereits in den Beinen. Qualifiziert hat er sich bei sogenannten Brevets, auf denen er innerhalb eines Jahres 200, 400 und 600 Kilometer zurücklegen musste.

Und Max Holz trainiert viel in der Nacht. „Um mental vorbereitet zu sein“, wie er unserer Zeitung erklärte. „Man fährt praktisch wie in einem Tunnel, hat den Kegel der Vorderbeleuchtung in Blickfeld und sieht sonst nichts. Das ist sehr reizarm.“

Start ist in einem Vorort von Paris, wo das Feld zu je 600 Radfahrern auf die Tour geschickt wird. Insgesamt 6000 Rennfahrer sind zugelassen. Nach dem Start gilt es, an bestimmten Stellen wie Tankstellen oder Schulen Stempel einzusammeln und lückenlos zu belegen, dass man die Strecke auch tatsächlich per Rad geschafft hat.
Um die Verpflegung muss man sich selbst kümmern, oder an der der Strecke kaufen. Ebenso um eventuelle Reparaturen an den Rädern: „So, wie es früher bei den historischen Fernfahrten war.“ Max Holz weiß schon jetzt, dass er ständig etwas kauen wird: „Damit mein Magen etwas zu tun hat.“ Salziges vor allen Dingen. Und viel trinken: Sieben bis acht Liter werden das wohl täglich sein, bei Hitze noch einige Liter mehr.

Das Rennen wird Holz auf seinem nur 7,2 Kilogramm schweren Karbon-Rad bestreiten. Das könnte zwar noch etwas leichter sein, aber Schutzbleche vorne und hinten müssen sein. „Sonst bin ich bei Regen ganz schnell durchgeweicht, und stundenlang auf einem nassen Fahrradsattel zu sitzen, ist äußerst unangenehm.“

Erfahrungen, lange Zeit auf dem Rad zu sitzen, hat Holz bereits. Im vergangenen Jahr nahm er am 24-Stunden-Radrennen auf der Nordschleife des Nürburgrings teil und kam im Mittelfeld an. Und natürlich wird der tägliche Weg zu Arbeit zum Training genutzt. Immerhin muss Max Holz ins Johann-Weßling-Klinikum in Porta fahren. Ein Auto hat er seit 1999 nicht mehr, aber wohl noch seinen Lkw-Führerschein.

• Weitere Infos gibt es unter www.tabula-raser.de. Holz und sein Begleiter wollen versuchen, die Homepage während des Rennens ständig zu aktualisieren.

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