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14.000 Kilometer für den guten Zweck

Wohltätigkeits-Rallye 14.000 Kilometer für den guten Zweck

Nachdem Donatus zu Schaumburg-Lippe und seine Mutter Marie-Louise (Lilly) zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg 2016 einen 160 Kilometer langen Ultramarathon gelaufen sind, um Spenden zu sammeln setzen sich der Sohn und die Exfrau von Alexander zu Schaumburg-Lippe jetzt für den guten Zweck hinters Steuer.

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Donatus und Lilly mit dem VW Polo Baujahr 2004, mit dem sie zur „Mongol Rally“ starten.

Quelle: jp

Bückeburg. Am kommenden Montag stellt sich das Duo der größten motorsportlichen Herausforderung der Welt: der „Mongol Rally“. Sie gilt als die längste und härteste Wohltätigkeits-Rallye schlechthin: Rund 14000 Kilometer misst die Strecke von Europa bis nach Ulan-Bator, über Schotterpisten, durch Steppen, Wüsten, Sand und Staub. Gefahren wird nicht auf Zeit oder Sieg, sondern nur, um überhaupt anzukommen. Drei Bedingungen haben die Teilnehmer zu erfüllen: Das Team muss ohne jegliche fremde Hilfe fahren, das Fahrzeug darf nur über einen Motor mit Hubraum bis zu 1,2 Litern verfügen, und es muss ein bestimmter Mindestbetrag für einen guten Zweck gespendet werden.

 Für die rund 14.000 Kilometer von Bückeburg bis nach Ulan-Bator werden Donatus und seine Mutter Lilly in einem Volkswagen Polo Baujahr 2004 Platz nehmen. Geschätzte Fahrtzeit: fünf bis sechs Wochen. Dabei hoffen sie, mindestens 20.000 Euro an Spendengeldern auf die Beine zu bringen. Hauptsponsoren sind dabei das Autohaus Glinicke aus Minden, das auch das Fahrzeug bereit stellte, sowie die Firmen Melitta und Fiamma, vor allem aber der italienische Luxusgüter- und Schmuckhersteller Bulgari, für den Lilly seit Jahren als Markenbotschafterin tätig ist. Nutznießer der Spenden sind zum einen – wie schon im Vorjahr – die Organisation „Interhelp“, zum zweiten „Save the Children“, nach eigenen Angaben die „weltweit größte, unabhängige Kinderrechtsorganisation“ mit Sitz in London.

 14 Ländergrenzen wird das Team, das für sich den Namen „(Sub)titled“ wählte, auf seiner abenteuerlichen Fahrt überqueren müssen. Und obwohl der Start bereits am kommenden Montag erfolgen soll, schlagen sich Donatus und Lilly noch mit Visaproblemen herum. So fehlt bis heute im Pass von Lilly das Visum für Usbekistan. Die meisten Schwierigkeiten habe das Visa für Russland gemacht, berichteten die angehenden Rallye-Fahrer beim Pressetermin. Am einfachsten sei es mit dem Visum für den Iran gewesen: „Gerade einmal fünf Minuten.“

Mutter-Sohn-Synergie

Auf ihrem Weg durch Bulgarien werden Donatus und Lilly Teile der Flüchtlingsroute über den Balkan in umgekehrter Richtung befahren und dabei auch Einrichtungen besuchen, in denen sie bereits vor einem Jahr während des Ultra-Marathons zu Gast waren. Wirklich spannend wird es, sobald die beiden die usbekische, kasachische und mongolische Wildnis erreicht haben: Ausgebaute Straßen werden ihnen dann kaum noch zur Verfügung stehen, allenfalls Schotterpisten, ansonsten nur Wildnis, Steppe und Wüste. Wie die mit einem Polo des Baujahrs 2004 zu bewältigen sind, das genau ist die Herausforderung der „Mongol Rally“.

 „Wir möchten nicht nur für einen guten Zweck fahren, sondern demonstrieren, dass die Kombination aus Mutter und Sohn eine Synergie-Konstellation über alle Länder- und Kulturgrenzen hinweg ist“, beschreibt Lilly ihre Intention. Dazu wird sich die Mutter des Erbprinzen in den nächsten Tagen noch einem Mechaniker-Kurs unterwerfen: „Denn noch ist Donatus beim Reifenwechsel schneller.“ Dem dürfte während der „Mongol-Rally“ einmal mehr die während seiner Militärzeit in Großbritannien erfahrene Ausbildung und Kondition zugutekommen, insbesondere dann, wenn weder Straßenschilder noch Google Maps zur Verfügung stehen, um die richtige Route zu finden.

 

 Starten wird das Team am nächsten Montag um 10 Uhr vom Schlosshof. Dort wird der Wagen zuvor noch offiziell getauft. Anschließend werden die beiden aktuell im Internet unter www.teamsubtitled.com und über die Facebookseite „Team Subtitled“ von der Fahrt berichten. jp

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