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Bückeburg Stadt 150 Jahre „heiße Geschichte“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt 150 Jahre „heiße Geschichte“
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00:18 13.06.2018
Rund 120 Gäste hören im großen Saal des Rathauses den Ausführungen von Marko Bruckmann zu.  Quelle: bus
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BÜCKEBURG

Während ihrer per Lichtbilderschau absolvierten Führung nahmen Daniel und Wolfram Hesseling die rund 120 Gäste mit auf eine interessante Zeitreise durch anderthalb Jahrhunderte zurückreichende Feuerwehrgeschichte. „Eine heiße Geschichte“, wie die munter plaudernden Spaziergänger verdeutlichten. Sie nahm ihren Anfang bei Eimerketten und Handspritzpumpen und ihr Ende beim aktuell zehn Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark der Bückeburger Kameraden. Markante Stationen waren die Feuerwachen an Sack- und Röntgenstraße sowie historisch relevante Brandeinsätze. Synagoge, Brauhaus und Stadtkirche fanden ebenso Erwähnung wie das Aldi-Gebäude und der Jetenburger Hof.

Im Anschluss an die Zeitreise ergriffen etliche der vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Jürgen Pöhler begrüßten Gäste die Gelegenheit, dem Geburtstagskind ausführlich zu gratulieren. Insgesamt traten 13 Grußredner ans Mikrofon. Die Reihe reichte von Bürgermeister Reiner Brombach und Landrat Jörg Farr über Landesbischof Karl-Hinrich Manzke und den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann und bis zu Vertretern der befreundeten Wehren aus Minden und Porta Westfalica.

Dank an die Kameraden

Brombach hob den besonderen Stellenwert der Feuerwehrleute hervor. „Sie riskieren in ihren Einsätzen Gesundheit und Leben“, erklärte das Stadtoberhaupt. „Danke, dass Sie 150 Jahre lang für die Sicherheit der Bückeburger Bürger gesorgt haben“, gab er den Kameraden zu verstehen. Farr stellte Schnelligkeit und Professionalität der Ehrenamtlichen heraus. „Wenn man die 112 anruft, weiß man, dass man rasch Hilfe bekommt“, führte der Landrat aus. Die Kameraden agierten ehrlich und selbstlos.

Grote und Beermann griffen die Problematik der in jüngster Zeit zu beobachtenden tätlichen Angriffe auf Rettungskräfte auf. „Hier sind Grenzen erreicht, die nicht weiter überschritten werden dürfen“, betonte der Kreisbrandmeister. „Menschen, die so etwas machen, müssen die komplette Härte des Rechtsstaates spüren“, meinte der Bundestagsabgeordnete.

Vorbildliche Jugendarbeit

Manzke stellte seinen Ausführungen den Denkspruch „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ voran. Das Motto mache darauf aufmerksam, zwei Perspektiven im Blick zu halten, erläuterte der Landesbischof. „Zum einen, dass wir verantwortlich sind gegenüber unserem Gewissen und gegenüber unserem Nächsten.“ Und zum anderen, dass eine Zusammenarbeit zwischen denen, die sich um die Seele bemühen, und denen, die zupacken können, zum Wohle der Menschen gut sei. Also nicht nur retten, löschen, bergen und schützen, sondern auch trösten. Überdies merkte Manzke an: „Von Ihrer Jugendarbeit können wir uns in der Kirche eine Menge abschneiden.“

Kreisbrandmeister Grote und dessen Stellvertreter Dirk Hahne zeichneten Jürgen Pöhler und Jürgen Menk mit Ehrenzeichen des Niedersächsischen Feuerwehrverbandes für 40-jähriges Engagement aus. Stadtbrandmeister Marko Bruckmann erhielt in Anerkennung seiner Verdienste das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Bei den Beförderungen zu Feuerwehrmännern standen Martin Kipper und Lennart Pöpping auf der Liste der Organisatoren.

Überraschende Geschenke

Diese hielten als besondere Überraschung zudem Erinnerungsgeschenke in Form verzierter Tassen für die Führungskräfte Brandmeister Horst Barkhausen (Wehrführer von 1989 bis 1994), Oberbrandmeister Wolfram Hesse, Erster Hauptbrandmeister Arnold Verhoff (kommissarischer Wehrführer 1994), Abschnittsbrandmeister Dirk Hahne (Wehrführer 1994 bis 2004), Hauptbrandmeister Nils-Oliver Koß (2004 bis 2010), Hauptbrandmeister Torsten Buhrmester (2010 bis 2016), Hauptbrandmeister Oliver Witt (2016 bis 2018) und Oberbrandmeister Jürgen Pöhler (derzeit kommissarisch) bereit. Eine dieser Tassen wird auch Oberbrandmeister Erwin Tatge erhalten, der krankheitsbedingt verhindert war.

Die aus Anlass des 150-jährigen Bestehens auf die Beine gestellten Veranstaltungen werden am Sonntag, 26. August, mit einem Aktionstag auf dem Marktplatz und am Sonnabend, 27. Oktober, mit einer Blaulicht-Party auf dem Gelände der Feuerwehr an der Röntgenstraße fortgesetzt. bus

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