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190 Seiten Schul-„Köstlichkeiten“

Neues Buch mit Anekdoten aus dem Schulalltag 190 Seiten Schul-„Köstlichkeiten“

„Martin Luther wurde an die Kirchentür zu Wittenberg genagelt, weil er Ablassbriefe verkaufte.“ Der Verfasser dieses Unsinns wird seine Urheberschaft sicherlich nicht mehr geltend machen wenn er, in dem kürzlich im Knaur Verlag erschienenen Buch „Tschuldigung, mein Bus kam zu früh – Das Beste aus unseren Klassenzimmern“ schmökert.

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Hannes Dietrich

Quelle: vhs

Bückeburg. Für die, die noch mehr Erbauliches und Hochgeistliches aus dem Ethik- und Religionsunterricht lesen wollen, hat Herausgeber Hannes Dietrich noch ein paar Offenbarungen auf Lager.

 Auf 190 Seiten findet der Leser die unterschiedliche „Köstlichkeiten“ aus deutschen Klassenzimmern. Da riecht eine Schülerin geruchloses Gas, da wird „advance“ zur Adventszeit und Griechenland bekommt – ganz Zeitgeist – „ironische Säulen“ verpasst.

 An der Umsetzung der Buchidee waren auch Bückeburger Schüler von der Immanuel-Schule beteiligt. Mit Buntstift, Kuli und Papier haben Silas Fabian und andere Kinder einzelne Materialien aus Dietrichs Sammlung so bearbeitet, dass der Anschein von Originalität vermittelt wird. Die Tränen der Heiterkeit oder des Mitgefühls sind natürlich längst getrocknet. Niedernwöhrener und Hildesheimer Zöglinge waren ebenfalls mit am Werk.

 Dietrich, der lange Zeit bei den Bückeburger Märchensängern in der Big Band Posaune gespielt hat und ein paar Jahre dort auch als Lehrkraft tätig war, betont im Pressegespräch, wie wichtig der Humor im Schulalltag sei.

 Als Sohn eines Lehrerehepaares kann der 30-Jährige, der schon als Student in Hannover heimisch wurde und heute unter anderem in Hildesheim als Landesposaunenwart wirkt, sein eigenes Kinderlied davon singen. Das Buch-Projekt, sagt er, haben die Dietrichs mit eigenen Fundstücken aus der Praxis gern unterstützt. Die Idee, mehr als eine Netzsammlung vorzulegen, sei in Gesprächen mit Johannes Engelke gewachsen – einem ehemaligen Adolfiner, der seinerzeit bei Knaur volontierte und das Werk schließlich betreute.

 Viele Texte laufen unter der Rubrik „unfreiwillige Komik“. Das Präsens von „Ich kam“? Klarer Fall: „Ich bin da!“ Illustrator Steffen Henning gibt Schülern, Lehrern und Eltern das passende Gesicht. vhs

 „Tschuldigung, mein Bus kam zu früh - Das Beste aus unseren Klassenzimmern“, München 2015, ISBN 978-3-426-78725-0.

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