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Bückeburg Stadt 380000 Euro stehen für den RegioPort bereit
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt 380000 Euro stehen für den RegioPort bereit
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19:25 24.02.2012
110-Kilovolt-Trasse mit Nebenwirkungen: Die vom Umspannwerk Päpinghausen kommende Querleitung (rechts im Bild) ist in den bisherigen Planungen nicht berücksichtigt worden. Quelle: bus
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Bückeburg (bus)

In einem von Geschäftsstellenleiter Malte Wittbecker präsentierten Sachstandsbericht wurde deutlich, dass der 2010 veröffentlichte Masterplan einiger Modifikationen bedarf.

 Die veränderten Rahmenbedingungen – geringerer Flächenbedarf, neues Bahnanbindungskonzept, frühere Berücksichtigung der Gewerbegebietserweiterung im Hafen Berenbusch – ziehen eine Neubilanzierung der Aspekte „Eingriff in das Überschwemmungsgebiet der Bückeburger Aue“ und „Eingriff in Natur und Landschaft“ nach sich. Zudem muss die Höhenverlegung der 110-Kilovolt-Freileitung neu betrachtet und das Thema „Schall“ neu beurteilt werden.

 Mit Blick auf die Bückeburger Aue führte Wittbecker aus: „Der neu ermittelte Eingriff von etwa 25000 Kubikmetern kann komplett durch die Ausgleichsmaßnahmen Renaturierung der Bückeburger Aue und durch die Errichtung einer Flutmulde mit einem Fassungsvermögen von insgesamt etwa 26000 Kubikmeter nördlich des Mittellandkanals und damit in direkter räumlicher Nähe zum Eingriffsort kompensiert werden.“ Zu „Natur und Landschaft“ merkte der Berichterstatter an: „Der Eingriff reduziert sich von etwa 607000 auf rund 460000 Wertpunkte. Bei einem Ausgleich von zirka 400000 Wertpunkten im Verbandsgebiet nördlich des Mittellandkanals verbleibt – ohne Berücksichtigung der Bahnanbindung – ein Defizit von zirka 60000 Wertpunkten.“

 Bezüglich der 110-Kilovolt-Leitung werde gegenwärtig geprüft, ob auf die Erhöhung von zwei Masten verzichtet werden könne und eine Verlegung der vom Umspannwerk Päpinghausen kommenden Freileitung „technisch und finanziell darstellbar“ sei.

 Diese Leitung (die in den Entwürfen bislang keinerlei Berücksichtigung fand) könne möglicherweise als Erdkabel verlegt werden. Die Trasse ist jetzt von Interesse, da die aktuellen Konzepte eine wesentlich längere und höher gelegene Gleisanlage als zuletzt geplant vorsehen. Das Thema „Schall“ solle durch die kurzfristige Vergabe entsprechender Gutachten in Angriff genommen, kündigte der Geschäftsstellenleiter an.

 Wittbeckers Ausführungen blieben in der Sitzung in Bückeburg nicht ohne kritische Anmerkungen. Aufseiten der Kritiker tat sich vor allem Wolfhard Müller hervor. Der für die Stadt Bückeburg im Planungsverband sitzende Lokalpolitiker monierte im Verlauf der wiederholt von erheblicher Hintergrundunruhe begleiteten Erörterungen insbesondere die vom Berichterstatter im Zusammenhang mit dem Aspekte „Eingriff in das Überschwemmungsgebiet der Bückeburger Aue“ dargelegten Details.

 „Die hier aufgeführten 400000 Punkte sind durch die Renaturierung der Aue doppelt gemoppelt“, behauptete der Bückeburger Ratsherr. Er wolle die Berechnung „schriftlich erläutert haben“. Müller: „Ich fühle mich ein bisschen von Ihnen veralbert, und das ist nicht zum ersten, sondern schon zum fünften Mal.“

 Im Kreis der „Bürgerinitiative Containerhafen“, die die Errichtung des Container-Umschlagplatzes kritisch begleitet, wurde beanstandet, dass Wittbecker unter dem Stichpunkt „Ausblick“ (in dem dieser für den bevorstehenden Monat einen Bescheid des Landes Nordrhein-Westfalen zum Förderantrag für den ersten Bauabschnitt in Aussicht stellte) auf eine Auskunft über den vorgesehenen Baubeginn verzichtete.

 Zur Erinnerung: Im Juli 2007 hatte der damalige Hafen-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hansch während eines Besuchs des seinerzeitigen NRW-Ministers für Bau und Verkehr, Oliver Wittke, zu Protokoll gegeben: „Wir müssen vor 2012 fertig sein.“ Damals war in den öffentlich gemachten Planungen durchgängig das Jahr 2012 als Eröffnungstermin genannt worden. Hansch anno dazumal: „Am derzeitigen Standort sind wir 2010/2011 am Ende.“

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