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4100 Stunden ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Jägerkaserne 4100 Stunden ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Die ehrenamtlichen Helfer der DRK-Kreisbereitschaft sind am Wochenende aus der Betreuung der Übergangsunterkunft für Flüchtlinge in der Jägerkaserne herausgezogen worden.

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Der DRK-Kreischef Bernd Koller (links) dankt der Kreisbereitschaft um deren Chef Otto Seidel (Zweiter von rechts.) für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ab sofort wird die Flüchtlingsunterkunft in der Jägerkaserne von hauptamtlichen Kräften unter der Leitung von Eckhard Ilsemann (rechts) betreut.

Quelle: rc

Bückeburg. Ab sofort sind 14 hauptamtliche Kräfte – keine vollen Stellen – unter Federführung des Unterkunftsleiters Eckhard Ilsemann für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig. 4100 Stunden leisteten die Ehrenamtlichen von DRK, THW, Feuerwehren, Awo, Bundeswehr und weiteren Hilfsorganisationen in den vergangenen 14 Tagen – in Spitzenzeiten bis zu 100. „Ihnen gebührt unser Dank und die höchste Anerkennung für ihre freiwillige Arbeit und Engagement“, sagten Landrat Jörg Farr und der DRK-Kreisvorsitzende Bernd Koller, als sie die DRK-Kreisbereitschaft um deren Chef Otto Seidel von der Aufgabe entpflichteten.

Der Landrat bezeichnete die kurzfristige Unterbringung von rund 240 Flüchtlingen als „den größten Einsatz von DRK und den Hilfsorganisationen nach dem Zweiten Weltkrieg hier in Schaumburg“. In einer „beispiellosen Aktion“ sei über Nacht die Unterkunft innerhalb weniger Stunden für die Flüchtlinge fertiggemacht worden. Kurz vor 19 Uhr sei am Sonntagabend die Anweisung gekommen, die Unterkunft in der Mehrzweckhalle einzurichten. Als am Montag, 7. September, um 5.30 Uhr die Busse mit den Flüchtlingen eintrafen, sei alles fertig gewesen: Betten, Verpflegung, medizinische Erstversorgung und sanitäre Anlagen. „Ich habe mir nicht vorstellen, dass das so reibungslos und professionell über die Bühne geht“, lobte der Landrat. Er habe aber auch keine Zweifel gehabt, dass „wir Schaumburger das schaffen“.

Es sei nun wichtig, die Ehrenamtlichen zu entlasten und auf Hauptamtliche zu setzen. Die Betreuung und das Betreiben einer solchen Flüchtlingsunterkunft könne nur eine gewisse Zeit durch Ehrenamtliche übernommen werden, so Farr weiter. „Die Helfer sind durch und haben alle Kräfte gelassen“, sagte der DRK-Vorsitzende, als er die Kreisbereitschaft entpflichtete: „Ihnen gebührt unser Dank.“ Immer wieder seien Freiwillige gefunden worden, wenn „Not am Mann“ war, sowohl aus den Reihen des DRK als auch den anderen Hilfsorganisationen oder Vereinen und Verbänden aus Bückeburg, Schaumburg und angrenzenden Kreisen. Die DRK-Bereitschaft könne nun wieder für ihre eigentliche Aufgabe eingesetzt werden, der Hilfe im Schadens- oder Katastrophenfall. Wie kürzlich beim Brand des Wohnheims für Suchtkranke in Krainhagen, als die Bereitschaft hätte ausrücken müssen, aber sich die Lage zuvor entschärft hatte.

Selbst wenn jetzt die DRK-Bereitschaft entpflichtet wurde, werden nach wie vor freiwillige Helfer zur Unterstützung der Hauptamtlichen gebraucht, um das Leben für die Flüchtlinge erträglich zu machen. „Immer wieder kommen Freiwillige vorbei, um ihre Hilfen anzubieten“, verdeutlichte Ilsemann, sei es zur Essensausgabe, für Sprachunterricht oder soziale Betreuung: „Und die brauchen wir auch.“

Offen ist nach wie vor, wann die Flüchtlinge registriert werden können. Auch wann dieser Einsatz vorbei sein könnte, ist nach Aussagen des Landrats völlig ungeklärt: „Wir wissen es nicht.“ Die Unterkunft ist ihrem Status nach eine Einrichtung des Landes Niedersachsen. Der Landrat mahnte bei der Übergabe an, dass man „zu geordneten Verfahrensweisen in allen Bereichen“ zurückkehren müsse, nicht nur im Kreis, sondern auch auf Länder- und Bundesebene. rc

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