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Bückeburg / Aktion der Kriegsgräberfürsorge

42750,81 Euro für den Frieden gesammelt


Ein stattlicher Geldbetrag in Höhe von 42750,81 Euro hat im Mittelpunkt einer kleinen Feierstunde im Offizierskasino der Bückeburger Jägerkaserne gestanden. Exakt diese Summe ist nämlich im vergangenen Jahr bei den Straßen- und Haussammlungen zu Gunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zusammengekommen, die Soldaten der Bundeswehr im Bereich des VDK-Bezirksverbandes Hannover durchgeführt hatten. Ein Teil dieser Spendengelder hatten Bückeburger Bürger beigesteuert, von denen wiederum einige im Rahmen der so genannten „Prominentensammlung“ vom Bückeburger Bürgermeister Reiner Brombach und dessen beiden Stellvertretern angesprochen worden waren.
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Oberst Michael Rondé (links) überreicht einen symbolischen Spendenscheck an den VDK-Bezirksverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Mönkemeyer.

© wk

Bückeburg.  Die alljährliche Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge genieße auch in Bückeburg einen hohen Stellenwert, berichtete das Stadtoberhaupt. Seitens der Bevölkerung werde die Aktion überwiegend sehr positiv angenommen. Es gebe allerdings auch unwissende Mitbürger, die die Spendensammlungen mit dem Hinweis ablehnen, dass sie gegen den Krieg seien. Und: „Hin und wieder sind dann auch Lehrer dabei, das wundert einen besonders.“

 Karl-Heinz Mönkemeyer, der Vorsitzende des VDK-Bezirksverbands Hannover, bezeichnete solche kritischen Haltungen innerhalb der Bevölkerung als „Informationsproblem“, dem man durch eine entsprechende Aufklärung Abhilfe verschaffen müsse. Schließlich gehe es bei der Arbeit des VDK eben nicht nur darum, dass zum Zweck der Gedenk- und Erinnerungskultur Kriegsgräber gepflegt werden, sondern auch darum, junge Menschen an einen „Friedensgedanken“ heranzuführen. Denn der Begriff Frieden habe für jene Generation, die sich allenfalls noch an den Kalten Krieg erinnern könne, eine ganz andere Bedeutung als etwa für jene Menschen, die noch den Zweiten Weltkrieg erlebt haben.

 Die Notwendigkeit der Spendensammlungen begründete Mönkemeyer damit, dass die rund 8,9 Millionen Euro, die der – sich außerdem aus Geldspenden aufgrund von „Bettelbriefen“, Mitgliedsbeiträgen und testamentarischen Nachlässen finanzierende – VDK pro Jahr insgesamt vom Staat erhalte, schon nicht ausreichend seien, um die Kriegsgräber zu pflegen. Den Geldbetrag, der dagegen bei den Haus- und Straßensammlungen bundesweit zusammenkommt, bezifferte er auf mehr als sechs Millionen Euro. Diese Form der persönlichen Ansprache durch Soldaten („beste Werbeträger“) sei zwar mühsam, dafür aber auch sehr wirksam, ergänzte der Bezirksverbandsvorsitzende. Zumal da die Kostenquote bei den Haus- und Straßensammlungen unter sechs Prozent liegen würde, während bei den „Bettelbriefen“ Kosten von rund 25 Prozent anfallen würden.

 Es sei wichtig, dass sich die Gesellschaft an die im Krieg gestorbenen Menschen erinnert, den VDK als eine Organisation wahrnimmt, die den Frieden fördert, und die Leistungen von dessen Spendensammlern anerkennt, stellte Oberst Michael Rondé, der stellvertretende Kommandeur des Bundeswehr-Landeskommandos Niedersachsen, fest. Dafür, dass die Bundeswehr den VDK als „unsere größte Friedensbewegung“ mittels der Spendensammler unterstützt, sprach Werner Vehling, der Vorsitzende des Schaumburger Kreistags, einen großen Dank aus.

 Im Anschluss an die offiziellen Wortbeiträge wurden jene Bundeswehrangehörigen von Mönkemeyer mit einer Urkunde ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die meisten Geldspenden im Bereich des VDK-Bezirksverbands Hannover gesammelt hatten – unterm Strich 23 Soldaten aus insgesamt sieben Bundeswehrstandorten.

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