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50 Jahre: St. Marien feiert Gotteshaus-Jubiläum

Gemeinde am Oberwallweg 50 Jahre: St. Marien feiert Gotteshaus-Jubiläum

Die katholische Gemeinde St. Marien hat jetzt das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses gefeiert. Dazu ist auch Weihbischhof Nikolaus Schwerdtfeger nach Bückeburg gekommen. 1967 war die Gemeinde umgezogen, weil ihr ihre Kirche zu klein geworden war. Das alte Gotteshaus wurde kurz darauf abgerissen.

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Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (sechster v. li.) zelebriert den Festgottesdienst.

Quelle: bus

Als Zelebrant des Festgottesdienstes begrüßte die Gemeinde Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger, der dem Bistum Hildesheim bis zur Ernennung eines neuen Bischofs vorsteht.

Dem Weihbischof standen außer den aktuellen Seelsorgern, Pfarrer Günther Birken und Pastor Thomas Thannippara, die früheren St.-Marien-Seelsorger Adolf Pohner, Bogdan Dabrowski, Benno Wessels und Stefan Uchtmann zur Seite. Zudem nahmen Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover und der evangelisch-reformierten Gemeinde Bückeburg an dem in ökumenischer Verbundenheit begangenen Kirchweihfest teil.

Die Weihe unter dem Namen Maria Immaculata (die Unbefleckte) hatte am 8. Dezember 1967 der damalige Bischof von Hildesheim, Heinrich Maria Jansen, vollzogen. Gegenwärtig zählen außer Bückeburg und Bad Eilsen auch die Gemeinden St. Josef in Obernkirchen und St. Katharina in Rehren zum Gemeindegebiet der Pfarrkirche.

Ein halbes Jahrtausend Geschichte

„Das heutige Jubiläum der gerade in ihrer Einfachheit ausgesprochen schönen Marienkirche erinnert uns nicht nur an 50, sondern sogar an 500 Jahre Geschichte“, meinte Schwerdtfeger mit Blick auf die Historie der Gemeinde. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ging der Weihbischof zurück bis zu Adam und Eva, „die ihr Leben gleichsam selbst und unabhängig von Gott in ihre eigene Regie nehmen wollten“.

Die Anfänge der Bückeburger Marienkirche reichen bis ins Jahr 1511 zurück, als an der Langen Straße das erste Kirchengebäude errichtet wurde. Das Gebäude wurde 30 Jahre darauf durch ein Unwetter zerstört. Später stand der Gemeinde ein Raum am Schlosstor zur Verfügung. Anno 1847 entstand ein Gemeindezentrum im Haus Herderstraße 1, das bis 1908 auch als katholische Schule diente.

Vorgänger-Kirche wurde 1967 angerissen

Der Bau der zweiten Marienkirche gelang der kleinen Gemeinde 1863. Das an der Herderstraße im neugotischen Stil hochgezogene Backstein-Gotteshaus stieß nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an Kapazitätsgrenzen. Nachdem eine Erweiterung verworfen und der Neubau fertiggestellt worden war, fiel es 1967 der Abrissbirne zum Opfer.

Für Gestalt und Form der heutigen, unter den Vorgaben des Bistums Osnabrück geplanten Marienkirche zeichnete der Architekt Werner Rösener verantwortlich. Der Mindener entwarf einen einfachen und nüchternen Baukörper im Stil des damals angesagten Zeitgeistes. Das Konzept erwies sich bald als nicht sonderlich ausgereift, bereits in den neunziger Jahren waren tief greifende bauliche Nachbesserungen erforderlich, etwa die Abdeckung mit einem Kupferdach und der Neuaufbau der Sandsteinfassade.

Ausschlaggebend für den Neubau war seinerzeit die deutlich angestiegene Zahl der Gemeindemitglieder. Zudem war St. Marien im Anschluss an die Gründung der Bundeswehr für Belange der Militärseelsorge zuständig – regelmäßige Gottesdienste, Gelöbnisse und eigener Beichtstuhl inklusive.

bus

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