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52. Sportabzeichen und noch fit wie ein Turnschuh

Bückeburg / Seniorensportler 52. Sportabzeichen und noch fit wie ein Turnschuh

Für Gerhard Wieding ist Sport eine Lebenseinstellung. Jeden Tag fährt der 89-Jährige einige Kilometer mit dem Fahrrad, aus der Ruderriege „Schaumburgia“ ist er kaum wegzudenken. Im Vereinsheim am Dr.-Faust-Platz bekam der rüstige Senior jetzt sein 52. Sportabzeichen verliehen.

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Wolfgang Pech überreicht Familie Schubert den Familienpokal.

Quelle: mig

Bückeburg. Bückeburg (mig).  Gerhard Wieding kennt in Bückeburg wohl jeder. Sommers wie winters fährt er mit dem Fahrrad in die Stadt. „Sport betreibe ich schon mein ganzes Leben hindurch“, sagt er. Mit 14 Jahren absolvierte er sein erstes Jugendsportabzeichen, die damaligen Zeiten hätten für ein Erwachsen-Abzeichen gereicht. „Eine Unterscheidung gab es damals noch nicht“, erzählt der 89-Jährige, der sich auch bei der jüngsten Sportabzeichen-Abnahme fit wie ein Turnschuh präsentierte. Trotz Behinderung absolvierte er den 500-Meter-Lauf in 64 Sekunden und blieb damit 34 Sekunden unter dem Limit. Was ihn antreibt? „Die Freude am Sport.“ Und: „Sehen, was man noch kann.“

 Freude am Sport hat auch die achtjährige Stina Wegener, die in diesem Jahr als eine der jüngsten Teilnehmer an der Verleihung teil. „Das Werfen macht am meisten Spaß“, erzählt die kleine Leichtathletin des VfL Bückeburg. Und strahlt wie ein Honigkuchenpferd. „In Zukunft möchte ich noch ganz viele Sportabzeichen ablegen.“

 Trotz dieser guten Nachricht war das Gesicht von Stützpunktleiter Wolfgang Pech allerdings leicht umwölkt, als er die Zahlen des Stützpunkts Bückeburg vortrug. Insgesamt wurden in diesem Jahr 737 Sportabzeichen abgelegt, das sind 48 weniger als im Vorjahr. Zum Minus trugen vor allem die Jugendlichen bei (611, Vorjahr: 657, 2006: 1230). Die Zahlen der Erwachsenen (126/128) und der Familien (12/10) blieben stabil. Damit habe sich die rückläufige Tendenz der vergangenen Jahre fortgesetzt, sagte Pech, der die prekäre Lage zum Teil auf das Gymnasium Adolfinum zurückführt. Von dort kämen kaum noch Schüler, monierte er.

 Positiv dagegen: die Steigerung bei den Familien. Darüber habe er sich sehr gefreut, betonte der Stützpunktleiter.

 In seinem Grußwort sprach Pech auch über mögliche Neuerungen bei den Regularien. Geplant sei, Merkmale des bayerischen Sportabzeichens auf das neue deutsche Sportabzeichen zu übertragen. Konkret heißt das: Gold kann sofort gemacht werden, ohne dass man zuvor Bronze und Silber absolvieren muss. Insgesamt soll es weniger Ausweichmöglichkeiten geben, die fünfte Schwimmgruppe fällt weg. Dafür wird es nun in jeder der vier Gruppen die Alternative Schwimmen angeboten. Schon in diesem Jahr sollen übrigens die Preise angehoben werden. Statt 1,50 Euro kostet ein bestimmtes Sportabzeichen dann beispielsweise drei Euro. „Es bleibt die Frage, ob der Verein das dann noch zahlt“, zeigte sich Pech wenig überzeugt.

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