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Bückeburg Stadt 817 Meter Schutz vor Bahnlärm
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt 817 Meter Schutz vor Bahnlärm
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00:32 23.11.2014
Vertreter der Bahn (von links), des Ministeriums, der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann und Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach beim symbolischen ersten Spatenstich. Quelle: pr.
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Bückeburg

Nun führten Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Niedersachsen und Bremen, Bürgermeister Reiner Brombach und der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann den ersten symbolischen Spatenstich als Auftakt zu den Arbeiten des zweiten Bauabschnitts aus. Der erste Bauabschnitt im Ortsteil Achum wurde bereits im Frühjahr fertig.

 Die neuen Lärmschutzwände haben eine Gesamtlänge von 1,515 Kilometern: 817 Meter in der Kernstadt und 698 Meter in Achum. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund 2,2 Millionen Euro. Der Bau der Wand entlang der Kernstadt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

 „Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund mittlerweile jährlich 120 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken zur Verfügung. Ich freue mich, dass jetzt auch Bückeburg davon profitiert“, sagte Ferlemann. „Die Schallschutzmaßnahmen entlasten viele Hundert Wohneinheiten entlang der Eisenbahnstrecke, auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitieren von der Wirkung der zwei Meter hohen Wände aus hochabsorbierenden Leichtmetallelementen“, sagte Bischoping. Zusätzlich kommt in rund 350 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz, wie beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern. Dafür werden weitere 200000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Brombach freute sich, dass nun auch die Kernstadt vor dem Lärm der Bahn geschützt ist: „Eine sehr sinnvolle Maßnahme.“ Er kritisierte aber, dass keine Lärmschutzwand auf der nördlichen Seite gebaut wird. Und auch in Evesen wäre der Bau einer Wand gerechtfertigt gewesen.

 Beermann zeigte sich erfreut darüber, dass mit den Mitteln des Bundes Schallschutz an einer der zentralen Bahnstrecken in seinem Wahlkreis betrieben wird: „Ich habe mich für diese Investition in Berlin starkgemacht und freue mich jetzt über die Umsetzung dieses Projekts. Der Beginn des zweiten Bauabschnitts führt zu einer weiteren Steigerung der Wohn- und Lebensqualität der an der Strecke lebenden Menschen.“

 Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Bau der Schallschutzwand überwiegend vom Gleis aus in der Nacht und am Wochenende. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis, insbesondere für die optischen und akustischen Warnsignale, die zur Absicherung der Bauarbeiter erforderlich sind.

 Seit dem Jahr 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Dafür stehen im Haushalt des Ministeriums jährlich 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung der Mittel für Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes ist mit der Anhebung der Mittel im Haushalt 2014 auf 130 Millionen Euro erfolgt. Für die Folgejahre sind zurzeit 120 Millionen Euro vorgesehen. rc

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