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ABBA-Show übertrifft alle Erwartungen

Abiturienten sorgen für unterhaltsamen Abend ABBA-Show übertrifft alle Erwartungen

Eine Tochter, drei Väter – kein Problem! Konkurrierende Männer kümmern sich wenigstens ein Weilchen, wenn die Windeln längst weggelegt sind.

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Hochglanznummer: Lena Kühne, Celin Janson und Marcine Cyrys.

Quelle: pr.

Bückeburg. Das zeigt die Geschichte von Sofia (hinreißende Solopartien und betörendes Mienenspiel: Hanna Fabian) und ihrer Singlemutter Dora, der „Dancing Queen“ des Abends (unbeschreiblich vielseitig: Celine Janson). Die Abiturienten des Gymnasiums Adolfinum haben jedenfalls für einen unterhaltsamen Abend gesorgt.

 Sofia will die Ehe mit Jay, will Kinder, vermutlich ein Haus und viel Glück – das gibt es. Marvin Splitt, der Auserwählte, wirkte zunächst etwas zögerlich, zu viel droht dem Junggesellen verloren zu gehen. Doch dann wurde (nicht nur) er weich gesungen, der Tramp, der eben noch „auf dem Weg zu sich selbst“ unterwegs war. Wer aber wird die hübsch hergerichtete Braut zum Altar führen? Drei Kandidaten, ein Ziel, das Ganze bestes Musiktheaterspiel.

 Lena und Ella (voll überdreht: Lucienne Hoebbel und Ella Slepko), zwei beste Freundinnen aus der guten alten Heimat, sind wahnsinnig gespannt, wie die Vaterschaftsgeschichte hier in Griechenland ausgeht. Ein kleiner DNA-Test, wie ihn die Zeit nach ABBA mit sich und ins Familienfernsehen gebracht hat, würde das Verwirrspiel schnell beenden.

 Doch bis es so weit ist, mit Brautkleid und Pastors Segen (verräterisch väterlich: Lennart Jütte) und wunderschönen Brautjungfern nach Paradiesart, gibt es viel Situationskomik, da Dora nicht mehr mit diesen drei virilen Zeugen aus ihrer heißen Zeit rechnet: Henry „Wurst“ (herrlich mannhaft: Marie-Sophie Seeger), Phil (holzkantig distanziert: Achim Leopold) und Stan (charaktersicher und hochmusikalisch: Hendrik Maß).

 Natürlich kann ein Vollweib wie Dora auch zwei wahnsinnig beste Freundinnen aufbieten: Anya und Josie, ewig junge Partytigerinnen (stimmsicher und hochpräsent: Lena Kühne und Marcine Cyrys), die zu dritt an die besten Jahre anknüpfen wollen. Musik, die ganz Harte im Publikum sogar das Liedgut von AC/DC vergessen lassen. Nur Jays Kumpels aus der Fankurve der einsamen Rudeltiere (Einheizer: Jonas Struckmeier) halten noch dagegen, wenn Songs nach ABBA-Art zum Besten gegeben wurden.

 Die ABBA-Show der Abiturienten, die immer wieder durch begeisterten Applaus des Publikums in Rekordzahl weiter angefacht wurde bis zum feuerwerksartigen Finale mit parodistisch gebrochenem Herzschmerz und ganz neuen Bindungen und Auflösungen, bot die unterschiedlichsten Glanznummern des Tanzensembles, das auch als Chor überzeugte.

 Da wurde locker formiert am Strand gechillt oder streng geführt der Boden geschrubbt, da wurde getrunken und ausgiebig gefeiert – alles mit viel Power präsentiert und doch sauber choreografiert – Adrenalin hoch dosiert.

 Wo lernt man das? Ob Luisa Bödeker oder Katja Korschukow, ob Luke Schubert oder Frederik Wendt, ob Jana Neumann, Eileen Niemann oder die anderen gewandten Akteure – ein erheblicher Teil des 12. Jahrgangs zeigte sich von einer Seite, die die Lehrkräfte bei biederer Textanalyse oder hitziger Kurvendiskussion kaum zu sehen bekommen.

 Kein Wunder, dass auch Schulleiter Michael Pavel total begeistert war von „seinen“ Abiturienten, die mehr als ein Jahr lang in Eigenregie (zu Recht mit Ovationen gefeiert: Celine Janson und Marcine Cyrys) mit den Hochzeitsvorbereitungen befasst waren. Zu einem spritzigen Hochzeitsstück gehört außer der ABBA-Musik mit Titeln wie „The winner takes it all“, „Voulez-vous“ oder „Waterloo“ natürlich auch die richtige Maske (Jennifer Grebe und andere), versierte Leute an der Technik, wie sie die von Olaf Mengeling organisierte Technik-AG bietet, und ein Jahrgangsteam für die Bewirtung und die Spendensammelei.

 Während schon die ersten Scheine und Münzen für den Abiball in die Strohhüte flogen, wurde hier und da aus gutem Grund gefragt: „Wird es eine Wiederholung geben?“ r

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