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Abbruch wegen Schlafmangel

Bückeburg Abbruch wegen Schlafmangel

Es hat nicht sollen sein. Der Bückeburger Randoneur (Radfernfahrer) Max Holz hat den Fernfahrtklassiker „Paris – Brest – Paris“ nicht geschafft. In Carhaix musste er aufgeben und schaffte damit noch nicht einmal die Hälfte der Strecke, die 1230 Kilometer beträgt.

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Max Holz vor einer Posterwand mit dem ersten Gewinner von „Paris – Brest – Paris“.

Quelle: pr.

Bückeburg. „Ich hatte sehr viel mit Müdigkeit zu tun“, schilderte er nach seiner Rückkehr im Gespräch mit dieser Zeitung. Und damit, dass in einigen Orten, durch die die Radfernfahrt führte, erst 14 Tage zuvor die Tour de France durchgefahren war. „Da herrschte noch Volksfeststimmung.“ Von der habe er sich tragen lassen, habe nicht so aufgepasst, irgendwie sei er zu langsam gewesen. Der Müdigkeit gab er bereits in der ersten Nacht nach, legte sich zweimal eine halbe Stunde hin.

Was sich in der nordfranzösischen Stadt Carhaix bemerkbar gemacht hat, wo er 40 Minuten hinter dem Zeitlimit lag, aber noch bestand vor den kritischen Augen der Streckenposten, die ihn weiterfahren ließen. „36 Stunden hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht oder kaum geschlafen. Ich saß auf dem Rad wie ein Affe auf dem Schleistein. Drei bis vier Stunden hätte ich schlafen müssen, um halbwegs fit zu werden.“ Das habe sich bis zum Wendepunkt Brest auf fünf Stunden hinter dem Zeitlimit summiert. „Macht das noch Sinn, habe ich mich gefragt? Und mir selbst die Antwort gegeben: Eigentlich nicht. Also bin ich vom Rad gestiegen, hab meine Marke und mein Büchlein abgegeben. Das war es dann.“

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Holz richtig gelegen hatte. Denn die Nacht über herrschte dichter Nebel. Da er Brillenträger ist, wäre die Brille beschlagen. Er hätte nichts mehr sehen können und ohnehin aufgeben müssen: „Das ist, als ob man blind gegen eine Wand fährt.“

So aber wurde er von Uwe Pöhler im Begleitwagen aufgenommen, dann hieß es zunächst einmal ausschlafen. Auf dem Rückweg schaute er sich dann die Bretagne an.

Bei der nächsten Auflage 2019 will er wieder dabei sein: „Auf jeden Fall.“ Er habe dieses Jahr den Fehler gemacht, sich einen 80-Stunden-Ansatz für die Bewältigung der 1230 Kilometer zu setzen. 2019 werde er auf 90 Stunden gehen. „Dann hätte ich es auch schon dieses Jahr wieder geschafft.“ Trotz der Aufgabe: „Es war unglaublich. Es hat Spaß gemacht bis zur letzten Minute.“

Und Pläne schmiedet er bereits. 2016 wird Holz am „Flesh Allemagne“ teilnehmen, einer Sternfahrt, an der Hunderte Radfahrer teilnehmen. Sie alle starten innerhalb von 24 Stunden und 360 Kilometer entfernt von der Wartburg über unterschiedliche Strecken und kommen alle morgens um 8 Uhr dort an. 2017 steht die nächste Radfernfahrt an: „London – Edinburgh – London“, insgesamt 1400 Kilometer, eine Fahrt, die er bereits einmal geschafft hat. rc

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