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Abschied des „Schnellsprechers“

Bückeburg / Rolf Watermann geht in den Ruhestand Abschied des „Schnellsprechers“

Rolf Watermann (63) geht nach mehr als 40 Jahren im Dienst der Sparkasse in den Ruhestand. In all den Jahren habe er „Sparkasse gelebt“, brachte es Hans-Heinrich Hahne, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schaumburg, am Montag bei der feierlichen Verabschiedung im Hubschraubermuseum Bückeburg auf den Punkt.

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Nach mehr als 40 Jahren verabschiedet sich Rolf Watermann (links) im gefüllten Hubschraubermuseum von der Sparkassenarbeit.

Quelle: rg

Bückeburg (kil). Durch die Redner des Abends sollten die Gäste den künftigen Ruheständler nicht nur als Banker, sondern auch als Menschen kennenlernen, kündigte Uwe Graells, Moderator des Abends und Chefredakteur der Schaumburger Nachrichten, zu Beginn an.

 Mit Watermann verliere die Sparkassen-Organisation einen Mitarbeiter, der das Geschäft „von der Pike auf“ gelernt habe, so Hahne in seiner Ansprache. Seine berufliche „Passion“ sei das Kreditgeschäft gewesen, im Vorstand habe er immer „den ausgleichenden Punkt“ des Dreiergespanns gebildet. Einige Meilensteine seiner Laufbahn: Watermann habe unter anderem drei Sparkassen-Fusionen in Schaumburg miterlebt und -gestaltet.

 Eine persönliche Neckerei musste sich der langjährige Sparkassenmann bei allen Lobesworten allerdings über sich ergehen lassen: Watermann sei ein „Schnellsprecher“, darauf spielten fast alle Redner an. Während Hahne Watermanns Redefluss schmunzelnd mit einer Fremdsprache verglich, machte Jörg Farr, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse, daraus einen „Schnelldenker“, denn wer schnell spreche, müsse schließlich auch gut strukturiert sein.

 Als Mitarbeiter, der stets „gut gelaunt, gepaart mit fachlicher Versiertheit“ gewesen sei, beschrieb Thomas Mang, Präsident des Niedersächsischen Sparkassenverbandes, den 63-Jährigen. „Er war von Anfang an von der Idee der Sparkasse überzeugt.“ Das bestätigte auch Watermann selbst und erinnerte sich daran, dass ihn bereits als Kind beim Weltspartag die Idee, dass aus einem kleinen Geldbetrag irgendwann „ein ganzer Haufen“ werden könne, geprägt habe.

 Watermanns Nachfolge tritt ab dem 1. März der Bückeburger Stefan Nottmeier (45) an – ein „Mann aus dem eigenen Haus“, sagte Hahn. Der 45-Jährige ist bei der Sparkasse Schaumburg seit 2001 Leiter der Unternehmenssteuerung mit den Abteilungen Personal, Controlling, Rechnungswesen, strategisches Marketing, Kreditrisikosteuerung und Rechtsfragen.

Rückblick auf eine „Bilderbuchkarriere“

Rolf Watermann blickt, so nannte es Thomas Mang, auf eine „Bilderbuchkarriere“ bei der Sparkasse zurück. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Stadtsparkasse Minden (1969-1971) blieb er dort einige Monate als Angestellter, bevor er Betriebswirtschaftslehre in Göttingen studierte. 1977 ging kehrte er zur Sparkasse zurück, nämlich als Revisor bei der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes. Es folgte die Leitung der Betriebsberatung der Sparkasse Minden-Lübecke, wo er 1985 die Verantwortung für die Kreditabteilung übernahm und ein gutes Jahr später zum Abteilungs-Direktor ernannt wurde.

Seit 1988 mischt er aktiv in der Vorstandsarbeit mit: 1988 wurde er Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Bückeburg, 1993 folgte die Mitgliedschaft im Vorstand der Sparkasse Bückeburg-Obernkirchen und 1994 der Sparkasse Schaumburg-Lippe. Seit 1999 war er als stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Schaumburg aktiv.

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