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Abwassergebühr sinkt

Städtische Betriebe Abwassergebühr sinkt

Gute Nachrichten aus dem Bückeburger Abwasserbetrieb: Die Abwassergebühren werden zum 1. Januar um drei Cent je Kubikmeter gesenkt, von 1,82 Euro auf 1,79 Euro für eine Dauer von drei Jahren. Die Regenwassergebühr bleibt für die kommenden drei Jahre bei 31 Cent je versiegelten Quadratmeter.

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1,064 Millionen Kubikmeter Abwasser werden jährlich in der Kläranlage an der Kornmasch geklärt.

Quelle: Archiv

Bückeburg. Eine entsprechende Beschlussempfehlung hat der Ausschuss des Abwasserbetriebs auf seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Verwaltungsausschuss und Rat müssen nun noch abschließend über die Gebührensenkung von 1,5 Prozent beraten.

Mit seinen Gebühren liegt Bückeburg zum Teil deutlich unter den Gebühren von Städten aus der Region wie Stadthagen, Rinteln und Minden. „Auch ein Standortfaktor, wir können uns mit den Sätzen sehen lassen“, lobte der Ausschussvorsitzende Jens Meier (SPD).

Trotz Kostensteigerungen möglich

ie Gebührensenkung ist möglich, obwohl es in einigen Bereichen zum Teil hohe Kostensteigerungen gibt, wie Fachgebietsleiter Finanzen, Jürgen Sobotta, im Ausschuss erläuterte. So sind bei der Klärschlammentsorgung Preissteigerungen von bis zu 15 Prozent zu verkraften. Die landwirtschaftliche Verwertung werde immer schwieriger, da es immer weniger Landwirte gebe, zudem sei die Klärschlammentsorgung auf Äcker und Feldern politisch nicht mehr unbedingt gewollt. Weitere Preissteigerungen sind im Bereich der Bauunterhaltungsarbeiten zu verzeichnen, die mit einem Plus von rund zehn Prozent zu Buche schlagen.

Insgesamt entsorgt der Abwasserbetrieb im Jahr rund 1,064 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser. In den nächsten Jahren ist ein Rückgang der Schmutzwassermenge einkalkuliert, unter anderem durch die Schließung des Krankenhauses. Ohnehin ist nach Angaben Sobottas in den vergangenen Jahren der Schmutzwasseranfall stetig gesunken. Modernisierungen von Bädern, moderne Armaturen und wassersparende Haushaltsgeräte sind die Ursache dieses Rückgangs.

251.000 Euro Jahresgewinn

Im Wirtschaftplan des Abwasserbetriebs sind im Erfolgsplan 2,931 Millionen Euro als Erträge vorgesehen. Die Aufwendungen betragen 2,68 Millionen Euro, der Jahresgewinn wird mit 251000 Euro ausgewiesen. Von dem Gewinn werden knapp 180000 Euro der Beitragsrücklage zugeführt, 72000 Euro gehen auf ein Konto der Stadt für ihre Eigenkapitalverzinsung, wie der Leiter des Abwasserbetriebs, Jürgen Klenke, erläuterte.

Im Vermögensplan sind Einnahmen und Ausgaben von 2,72 Millionen Euro eingeplant sowie die Aufnahme eines Neudarlehens in Höhe von 1,83 Millionen Euro.

Schulden werden nie zurückgezahlt

Die Gesamthöhe der Schulden des Abwasserbetriebes beläuft sich auf 11,5 Millionen Euro, so Sobotta. Die Schulden wurden seinerzeit übertragen, als der Abwasserbereich aus der Regie der Stadt in den Abwasserbetrieb überging. Wegen der „Generationengerechtigkeit“, heutige Gebührenzahler also nicht mit den Schulden von damals zu belasten, werden diese Schulden wohl nie zurückgezahlt, sondern immer weiter bedient. Die neu aufgenommenen Darlehen werden jedenfalls zurückgezahlt.

Von den 1,83 Millionen Euro Darlehen wird 2017 eine Million Euro für den Bau eines Faulturms auf der Kläranlage eingesetzt. Insgesamt sind für den Neubau 2,3 Millionen Euro kalkuliert, die Fertigstellung ist für 2018 vorgesehen. Mit der dort gewonnenen Energie will der Abwasserbetrieb die Anlagen der Kläranlage betreiben. Rund 250000 Euro Stromkosten fallen dort jährlich an.

Investitionen in die Kanäle

2017 wird der Abwasserbetrieb 136000 Euro in die Sanierung des Schmutz- -und Regenwasserkanals an der Freiherr-vom-Stein-Straße investieren. 151000 Euro sind für den Ausbau des Pfahlwinkels vorgesehen, weitere 145000 Euro für neue Kanäle an Masch- und Nordstraße. 20000 Euro müssen für die Erhöhung von Schächten zur Verfügung stehen, wenn die marode Petzer Straße eine neue Deckschicht erhält. 160000 Euro werden in die Inliner-Sanierung gesteckt. Alte Kanäle werden gereinigt, Wurzelwerk wird entfernt und eine Art Schlauch eingeblasen, der aushärtet und den Kanal wie neu macht, ohne dass aufwendig gebuddelt werden muss.

Wer – etwa als Häuslebauer – einen neuen Kanalanschluss braucht, muss künftig deutlich tiefer in de Tasche greifen als bisher. Der Beitragssatz steigt von 8,53 Euro je Quadratmeter auf 9,52 Euro pro Quadratmeter. Der Beitragssatz für Niederschlagswasser steigt von 5,54 auf 5,59 Euro je Quadratmeter. rc

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