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Adieu – und „Thank you for the music!“

Bückeburg / Jahreskonzert der Bückeburger Jäger Adieu – und „Thank you for the music!“

Zum Abschied ein leises Servus: Das 35. Jahreskonzert der Bückeburger Jäger ist am Samstagabend im Rathaussaal von der Stabübergabe zwischen Altmeister Heiko Deterding und Neu-Dirigent Sven Schnee gekennzeichnet gewesen. Der frühere Taktgeber wurde mit dem Abba-Stück „Thank you for the music“ und einem großen Blumenstrauß für Ehefrau Astrid ins zweite Glied verabschiedet.

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Stabübergabe: Altmeister Heiko Deterding (rechts) begrüßt Neu-Dirigent Sven Schnee. 

Quelle: mig

Bückeburg (mig). Heiko Deterding ist ein Urgestein der Bückeburger Jäger. Schon in den achtziger Jahren stieß er zu dem Orchester, 1996 übernahm er von Fritz Glas das Amt des Dirigenten. Deterding habe viel „zu unserem Weiterbestehen getan“, würdigte Dirk Hasse den Alt-Dirigenten bei der Stabübergabe. Dass er jetzt ins zweite Glied einrücken werde, habe berufliche Gründe. An seinem Instrument werde der Wiedensahler die Jäger jedenfalls auch in Zukunft unterstützen: „Deshalb ist das hier auch keine wirkliche Verabschiedung, sondern nur ein Abschied vom Erstdirigentenamt“, so Hasse.

Etwas Wehmut kam aber schon auf, als der langjährige Jahreskonzert-Meister den Taktstock nach der Pause ein allerletztes Mal in die Hand nahm und bei Stücken wie dem „Bückeburger Jäger-Marsch“ „Zum Weißen Rössl“ und „Adieu mein kleiner Gardeoffizier“ auch das Publikum dirigierte. „Er war ein sehr guter Dirigent“, meinte Linchen Agathon-Oetker aus Hagenburg, die die Jahreskonzerte regelmäßig besucht. Mit einem kurzen Winken und einem leisen „Adieu“ nahm der Musiker schließlich im Orchesterkörper Platz. Ein langer Applaus begleitete ihn dahin.

Doch auch Sven Schnee machte seine Sache an diesem Abend gut. Zwar noch nicht mit so viel forderndem Körpereinsatz wie Deterding, dafür aber mit der nötigen Übersicht hatte er die 36 „Jäger“ – sowohl bei volkstümlichen Stücken wie dem „Jäger aus Kurpfalz“, der schnellen „Fuchsgraben-Polka“ oder der schwierigen „Fatansie“ aus dem „Freischütz“ – jederzeit im Griff. „Mir gefällt er prima“, freute sich Frau Agathon-Oetker über die ansprechende Leistung. „Ein Generationswechsel kann gut sein.“

34 Jahre ist Sven Schnee alt – dass er das Dirigentenamt der Bückeburger Jäger übernehmen könnte, damit hat er selbst am wenigsten gerechnet. „Ich hatte gehört, dass die Jäger der Olymp sind“, erinnerte sich der gebürtige Bamberger. „Ich habe sofort und sehr gerne Ja gesagt.“ Zwei größere Veranstaltungen hat Schnee inzwischen dirigiert. Damit sei seine Probezeit beendet, betonte Dirk Hasse. Und zeigte sich überzeugt: „Wir haben einen Hochkaräter nach Bückeburg geholt.“ So sah es auch das Publikum, das den neuen Dirigenten sichtlich ins Herz geschlossen hatte. Mit dem traditionellen Fliegermarsch und einem langen Beifallssturm endete das Konzert schließlich nach rund drei Stunden.

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