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Adolfiner haben Spaß an Spanisch

Bückeburg / Fremdsprachenunterricht Adolfiner haben Spaß an Spanisch

Eine Umfrage bringt es an den Tag: Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland würde Spanisch als zweite Fremdsprache wählen, wenn man denn könnte oder gekonnt hätte.

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Rollenspiel im Spanischunterricht des 10. Jahrgangs: Robert Böllert und Anne Ewen bei einer polizeilichen Vernehmung.

Quelle: pr

Bückeburg. Bückeburg. Englisch bleibt, so die Verfasser der Forsa-Studie, die sich an Jugendliche und Erwachsene aller Altersgruppen richtete, als erste Fremdsprache Nummer eins, Französisch zieht als zweite Fremdsprache den Kürzeren, insbesondere bei denen, die das Fach auf der Schule hatten oder haben. Von ihnen würden heute 62 Prozent Spanisch wählen. Ein entscheidender Grund laut Forsa: „Spanisch ist die am zweithäufigsten gesprochene Sprache der Welt.“

 Dass lernen zu wollen und wirklich zu lernen, zeigt ein Blick ins Gymnasium Adolfinum. Dort gibt es für Spanisch klare Vorgaben. „Seit 2006, dem Jahr des Einstiegs, haben wir durch Vorgabe der Genehmigungsbehörde eine Spanischklasse pro Jahrgang“, so Gabriele Hundrieser, die Fachobfrau, die auch in diesem Schuljahr wieder mehrere Schüler im Abitur in Spanisch prüfen wird.

 In Niedersachsen ist Spanisch an einer zunehmenden Zahl von Gymnasien reguläre zweite Fremdsprache, steht in Konkurrenz mit Latein und Französisch und kann wie diese im 6. Schuljahr begonnen werden. Für Schüler, die Spanisch im 10. Jahrgang als dritte Fremdsprache wählen, gelten besondere Vorgaben, auch mit Blick auf die Reifeprüfung, am Adolfinum etwa im 4. oder 5. Prüfungsfach. Dass Französisch größere Verluste hat als Latein, scheint sogar landesweiter Trend zu sein.

 „In den zurückliegenden Jahren hätten wir jeweils fast zwei Klassen einrichten können“, bilanziert Hundrieser. Um Chancengleichheit zu bieten und den Schulfrieden zu wahren, wird gelost. Als zuständige Koordinatorin legt Cornelia Kastning besonderen Wert darauf, dass alle Fünftklässler früh genug informiert werden, auch über die späteren Möglichkeiten, in der Oberstufe dem „Lospech“ zu trotzen und später mit drei Fremdsprachen Studiengang und Berufsweg zu beginnen. Im kommenden Schuljahr werde es wohl, so vermutet die Fachobfrau, wieder zwei Lerngruppen im 10. Jahrgang geben, die sich Schritt für Schritt bis zur Beschäftigung mit spanischer Literatur hocharbeiten.

 Dass es nicht bloß um Tourismuskommunikation geht, zeigt schon ein Blick auf die Schwerpunkte im laufenden Abitur: Chilenische Literatur – Lyrik inbegriffen – ist sicherlich zu anspruchsvoll zum lockeren Chillen.

 Was die Forsa-Umfrage verdeutlicht, wird auch in Bückeburg bestätigt: „Es fehlen geeignete Lehrkräfte.“ Noch kann man zwar, nach entsprechenden Maßnahmen seitens der Landesschulbehörde, am Adolfinum auf Rebeca Cantera als angestellte Fachlehrkraft aus Spanien zurückgreifen. Noch kann die staatlich regulierte Nachfrage durchgehend bedient werden, doch an die unmittelbare Umsetzung freier Wahlentscheidungen ist auch am Adolfinum in naher Zukunft nicht zu denken.

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