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Bückeburg Stadt „Ächtet alle Atomwaffen“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Ächtet alle Atomwaffen“
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00:36 19.07.2015
Erinnerung an die Vergangenheit, Mahnung für die Zukunft: Der katholische Kirchenchor singt. Quelle: kk
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Bückeburg

Denn zu deutlich und bedrückend waren die Fakten, waren die Informationen über 70 Jahre militärische und „friedliche“ Nutzung der Atomenergie und alle damit verbundenen Katastrophen, Pannen und Gefahren. Hiroshima und Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima – vier Orte stehen stellvertretend für das Leid vieler Millionen Menschen, die durch Atombomben, Waffentests oder Reaktorkatastrophen zu Tode oder zu Schaden gekommen sind. So wurde die Forderung zur Ächtung aller Atomwaffen und zum Ausstieg aus der Atomenergie – ohne Kernkraftwerke kein Uran und Plutonium für Bomben – durch bedrückende Fakten untermauert.

 Organisiert worden war die Veranstaltung von der Regionalgruppe Bückeburg des Internationalen Versöhnungsbundes und Mitgliedern der Tschernobyl-Hilfe der Kirchengemeinde Bad Eilsen. Unterstützt wurde sie vom Anti-Atom-Bündnis Schaumburg, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, Schüler- und Jugendgruppen sowie Umwelt- und Friedensaktivisten. Für musikalische Begleitung sorgten die Nienstädter Frauentrommelgruppe, der Kirchenchor der katholischen Kirchengemeinde und der Posaunenchor der evangelischen-lutherischen Gemeinde. Entschuldigt hatte sich die Bundestagsabgeordnete Katja Keul (Die Grünen), sie wurde für die Griechenland-Beratungen in Berlin benötigt.

 Der Einsatz von Kernwaffen stellte einen Wendepunkt in der modernen Kriegsführung dar. Die Atombombe wurde von den USA entwickelt und am 16. Juli 1945 im Rahmen des sogenannten Manhattan-Projekts erstmals erfolgreich getestet – daher der Termin der Gedenkfeier. Am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.

 In jedem Fall hätte die gestrige eindrucksvolle Veranstaltung viel mehr Teilnehmer verdient gehabt – dann hätte sicherlich auch die gemeinsam gesungene Friedenshymne „We shall overcome“ zum Abschluss noch um einiges machtvoller gewirkt. kk

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