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„Ährensache“ leidet unter dem schlechten Wetter

Zwiespältige Bilanz der Aussteller „Ährensache“ leidet unter dem schlechten Wetter

Noch einmal mit einem dicken, blauen Auge davongekommen: Trotz ungemütlich kalter und nasser Wetterverhältnisse an zwei von drei Veranstaltungstagen ist der Schaumburger Landmesse „Ährensache“ ein Desaster bei den Besucherzahlen erspart geblieben.

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Quelle: jp

Bückeburg. Die exakten Zahlen konnte Schlossverwalter Alexander Perl am Montagmorgen noch nicht nennen („Wir haben hier noch jede Menge Listen und Belege, die noch ausgewertet werden müssen“), zeigte sich aber vor allem über den überraschend hohen Andrang am Sonntag sichtlich erleichtert: „Die hohen Besucherzahlen des Vorjahres haben wir natürlich nicht erreicht, aber der Sonntag hat nach einem sehr schwachen Samstag trotz Regens unglaublich viel wieder herausgeholt.“ Dabei lassen sich die Besucher der „Ährensache“ grundsätzlich nur schwer genau beziffern, da Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre keinen Eintritt und Familien mit Kindern nur einen Sammeleintritt zahlen. Dazu kommen dann noch die Teilnehmer des Trecker-Treffens auf der Mausoleumswiese. Im vergangenen Jahr, als die „Ährensache“ knapp 16000 zahlende Besucher verzeichnete, hatten zudem auch noch die Gäste des Musicals „Die schwarzen Brüder“ dazuaddiert werden müssen.

 Ebenso überrascht zeigte sich Perl allerdings über den wiederum recht schwach besuchten Freitag. „Obwohl lange im Voraus bekannt war, dass das Wetter am Freitag noch sehr schön sein würde, sind die Leute alle lieber am Sonntag gekommen.“ Dieses Resümee hat für den Schlossverwalter eine positive und betrübliche Seite: Positiv, weil sich die „Ährensachen“-Besucher auch von düstersten Wetterprognosen am Sonntag nicht von einer Schlossparkvisite abhalten ließen. Betrüblich hingegen, weil es auch im fünften Jahr in Folge nicht gelang, den Freitag als vollwertigen Veranstaltungstag zu etablieren. Ob und was das letztlich langfristig für die Terminplanung und die Dauer der „Ährensache“ für Konsequenzen haben wird, darüber konnte (und wollte) Perl zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Silbe verlieren: „Erst müssen wir Kassensturz machen.“

 Wetterfeste Jacken und Gummistiefel – damit ließ es sich offenbar auch bei Regen auf der „Ährensache“ aushalten. „Die Leute wussten genau, worauf sie sich einlassen, und sind alle in angemessener Kleidung und festem Schuhwerk gekommen.“ Dabei ließen sich die Besucher auch nicht von den zahlreichen Unwetter- und Sturmwarnungen verunsichern. Diese trafen im Übrigen glücklicherweise für Bückeburg auch nicht ein, an anderen Orten dafür umso mehr. „Es hätte uns wirklich viel, viel schlimmer treffen können“, resümierte Perl sichtlich erleichtert am Sonntagabend. Einer, der sich erst recht nicht vom Wetter ins Bockshorn jagen ließ, war Tierschützer Maximilian Kopp: Dieser ackerte unermüdlich und nahezu ohne Pause an seinem Stand, führte vor, präsentierte, erzählte und berichtete über seine Schafe, Ziegen, Enten und Co., selbst, wenn es wie aus Eimern schüttete oder nur zwei Besucher an seinem Gehege standen. Und er gab Durchhalteparolen aus: „Wir sind der neue Allwetterzoo von Bückeburg.“

 Zwiespältig fällt die Bilanz aus Sicht der Händler aus. Das gewohnte Bild von langen Schlangen vor allem vor den Ständen des leiblichen Wohls war am Sonntag zu sehen, und vielerorts waren Speis und Trank dann auch ausverkauft. Bei den Umsätzen der Anbieter höherwertiger Waren oder Dienstleistungen hingegen war hingegen häufig Schmalhans Küchenmeister. Der Eindruck, die Zahl der Händler und Stände habe insgesamt gegenüber dem Vorjahr abgenommen, täuschte jedoch. Vielmehr war deren Zahl sogar noch einmal gewachsen, nur war auch die Ausstellungsfläche vielfach ganz anders aufgeteilt und strukturiert, zum einen witterungsbedingt, um bestimmte Parkbereiche nicht zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen, zum anderen, weil große Bereiche der Schlossinsel nicht wie im vergangenen Jahr durch das Musical „Die schwarzen Brüder“ blockiert waren und daher als Ausstellungsfläche wieder zur Verfügung stand. jp

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