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Bückeburg Stadt AfD am Rand stark
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt AfD am Rand stark
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18:17 25.09.2017
Diskutieren die Wahlergebnisse bei der Präsentation im Historischen Ratssaal: Dieter Everding, Reiner Brombach und Horst Schwarze. Quelle: kk
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BÜCKEBURG

Dabei lohnt ein Blick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Doch Vorsicht: Gerade in den kleinen Wahlbezirken wie Achum oder Müsingen sind die Ergebnisse nur begrenzt aussagekräftig. Skurriles Beispiel aus Achum: Hier kamen Grüne, Linke, FDP und AfD jeweils auf genau 10,26 Prozent der Zweitstimmen – für jede Partei gab es acht Stimmen.

AfD punktet in der Innenstadt

Doch einige Trends lassen sich beim Blick auf die Zweitstimmen-Tabelle schon ablesen. In Bückeburg hat die AfD am Rande der Innenstadt am besten abgeschnitten, beispielsweise in den Wahllokalen Marienschule (12,72 Prozent), Grundschule Petzer Feld (13,03 Prozent) oder Jugendfreizeitstätte (13,13 Prozent). Nicht so punkten konnte die AfD auf den meisten Dörfern, Ausnahme Müsingen mit 12,68 Prozent. Nich zu mögen scheint man die AfD in Bergdorf: Hier gab es mit 5,95 Prozent das schlechteste Bückeburger Ergebnis.

Minus 19,29 Prozentpunkte

Ihre besten Ergebnisse und gleichzeitig die größten Zuwächse erzielte die FDP in der Grundschule am Harrl (15,12 Prozent) und in Sümenings Tenne (15,09 Prozent). Beide Wahllokale decken Wohngebiete ab, die als gut situiert gelten. Normalerweise ist hier auch die CDU stark, diese musste aber überproportional Federn lassen. Die SPD erlebte ihr Waterloh in Achum: Minus 19,29 Prozentpunkte – Bückeburg-Rekord.

Ihr bestes Ergebnis fuhren die Sozialdemokraten in Cammer mit 40,94 Prozent ein. Auffällig: Während die SPD in Cammer punktete, erzielte die Linke hier mit 4,99 Prozent ihr schlechtestes Bückeburg-Ergebis. Das beste Ergebnis für die Linke mit 13,81 Prozent gab es in der Oberschule Unterwallweg.

Es gibt nur einen Wahlbezirk, in dem sich eine der beiden großen Parteien überhaupt verbessern konnten: Im Eveser Krug legte die SPD um 0,17 Prozentpunkte zu. Verteidigen, allerdings auf insgesamt deutlich niedrigerem Niveau, konnten die Genossen ihre Hochburgen Evesen, Müsingen, Rusbend, Cammer und die westlichen Wohngebiete rund ums Petzer Feld. Die übrigen Wahlbezirke gingen an die CDU.

Noch ein kurzer Blick auf die Erststimmen: Marja-Liisa Völlers konnte Maik Beermann zwar in den SPD-Hochburgen einige Wahllokale abnehmen, hatte aber insgesamt gegen Beermann keine Chance. kk

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