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Bückeburg Stadt Aktionäre machen Druck
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Aktionäre machen Druck
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00:16 19.09.2016
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BÜCKEBURG.

Vonseiten einiger Aktionäre war Ende Juni ein Einberufungsverlangen auf Abhaltung einer Hauptversammlung gestellt worden. In dem Antrag geht es im Wesentlichen um Auseinandersetzungen im Vorfeld des Verkaufs. So fordert die Aktionärin Berlina AG für Anlagewerte mit Sitz in Köln, dass die amtierenden Aufsichtsräte abzuberufen sind, weil sie ihren Aufsichtspflichten nicht nachgekommen seien. Eine Forderung, die sich inzwischen erledigt hat, da alle drei Aufsichtsräte Ende August ihre Ämter niedergelegt haben.

 Gleichzeitig soll die Hauptversammlung über die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen mindestens gegen den amtierenden Vorstand entscheiden. Der Öffentlichkeit seien wesentliche Informationen im Umfeld des Verkaufs vorenthalten oder verschwiegen worden. Berlina beruft sich unter anderem auf ein Urteil des Landgerichts Bückeburg vom März, das geurteilt haben soll, dass der Fonds Sandton Financing III nicht Inhaber der Kreditforderungen und Sicherheiten geworden sei – an deren Freigabe letztlich der erste Verkauf Neschens an Blue Cap gescheitert war. Das Landgericht erklärte auf Anfrage, dass es im März festgestellt habe, dass Sandton nicht aus einer Grundschuld-Urkunde habe zwangsvollstrecken dürfen.

 Der Verkauf der wesentlichen Vermögensgegenstände der Neschen AG sowie von Tochtergesellschaften an die Blue-Cap-Tochter Neschen Coating GmbH läuft derweil weiter. Noch sind allerdings nicht alle rechtlichen Voraussetzungen zur Ablösung der Verbindlichkeiten und Freistellungen von Sicherheiten in trockenen Tüchern und alle Bedingungen des neuen Kaufvertrags erfüllt. rc

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